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Beta Disk Interface [Sinclair ZX Spectrum]

Beta Disk Interface

Beta Disk Interface

Ein weiteres Disk Interface für meine Sinclair Sammlung – das eher seltenere Beta Disk Interface. Das Interface war in gutem Zustand und kam mit Anleitung, Original Doppel-Diskettenlaufwerk und einem Stapel Disketten.

Geschichte
Das Beta Disk Interface ist ein Disk Interface für Sinclair ZX Spectrum Rechner. Es wurde von Technology Research Ltd. in England 1984 entwickelt und 1985 veröffentlicht. Der Preis war damals 110 Pfund (oder 250 Pfund mit einem Diskettenlaufwerk).

Beta Disk Interfaces wurden mit dem Betriebssyetem TR-DOS (im ROM) vertrieben das ebenfalls Technology Resaerch zugerechnte wird. Die letzte Firmware ist 5.03. Das Interface basierte auf dem WD1793 Chip.

Auf der rechten Seite ist ein Shugart kompatibler Anschluß zu finden – dort werden die Diskettenlaufwerke mit ein entsprechenden Flachbandkabel angeschlossen. An der Rückseite ist der Interfaceanschluß herausgeführt, so dass noch andere Interfaces verwendet werden können.
Es konnten single und doppelseitige Disketten mit 40 und 80 Spuren (double density) verwenden und mit bis zu vier Laufwerken umgehen. Weiterlesen

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Lower RAM Replacement Module [Sinclair ZX Spectrum]

Tja – vor einige Wochen war es soweit: einer meiner Sinclair ZX Spectrum 48K (mit Gummitastatur) zeigte seltsame Klötzchen nach dem Start.

Zum Glück konnte ich mit einem Interface – der SMART Card – und dessen Diagnose-Programm feststellen, dass einige der Lower RAM Chips defekt waren. Diese 16K RAM im 48K (und 16K) ZX Spectrum werden durch acht 4116 DRAM IC’s zur Verfügung gestellt. Der Defekt der Chips kann z.B. dadurch entstehen wenn ein Interface vom Erweiterungsstecker abgezogen wird, während der Rechner noch eingeschaltet ist. Es gibt zwar noch NOS (new old stock) und gebrauchte Speicherchips, diese sind aber trotzdem fast 30 Jahre alt und evt. nicht so ganz zuverlässig.

Das Lower RAM Replacement Module ersetzt alle acht 4116 IC’s in einem 48K oder 16K ZX Spectrum (es kann in keinem der 128K Module verwendet werden). Es wird ein modernes SRAM IC verwendet, das wesentlich weniger empfindlich ist als die alten. Ein anderer kleiner Vorteil ist der niedrigere Stromverbrauch und somit auch die Temperatur die sich im Gehäuse sammelt. Das Modul kann in Standard DIL Sockel eingesetzt werden. Der Spectrum merkt nichts von dem neuen Speicher und verhält sich wie bei den Originalen Chips.

Aber der Reihe nach – was ist zu tun?

1. alle RAM-Chips auslöten
2. alle Plätze mit Sockel versehen

Lower RAM Reparatur - Sockel für die Speicher eingesetzt

Sockel für die Speicher eingesetzt

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Turbosound FM and SAA1099 Sound Card [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

Turbosound FM und SAA1099 Soundinterface

Turbosound FM und SAA1099 Soundinterface

Dieses Mal gibt’s was auf die Ohren! 🙂 Ich will das modernste Soundinterface für den Sinclair Zx Spectrum vorstellen, das es zur Zeit geben dürfte. Von Zaxon gab es ja schon einiges an Hardware zu bestaunen unter anderem auch das AY-Magic AY Sound Interface – dieses Interface arbeitete mit dem AY 38912 Sound Chip und bot AY Sound für den Sinclair 16/48K Rechner.

Nun ist er einen Schritt weiter gegangen und hat noch mehr auf einem einzigen Interface integriert.

2 x YM2203 (sechs Kanäle)
2 x YM3014 (sechs Kanäle FM)
1 x SAA1099 (sechs Kanäle)

Das eher ungewöhnliche an dieser Karte ist der SAA1099 Chip. Dieser Chip wurde auf dem SAM Coupé eingesetzt um Geräusche und Musik zu erzeugen. Später wurde der Chip auch auf der Creative Sound Blaster Soundkarte für PC eingesetzt. Weiterlesen

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Kempston Interface für Zaxon DIVMMC [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

Kempston Interface für Zaxon DIVSD - Oberseite

Kempston Interface für Zaxon DIVMMC – Oberseite

Seid einiger Zeit ist das erste AddOn-Board für das DivMMC von Zaxon erhältlich (siehe meinen Artikel) – das Kempston „Interface“ wird auf den Anschluß direkt auf dem Board gesteckt (nicht den durchgeschliffenen Anschluß). Damit es sicher hält, kann es angeschraubt werden – die Abstandshalter und Schrauben/Muttern werden mitgeliefert!

Durch den eigenen Anschluß kann es auch nur zusammen mit dem DivMMC verwendet werden – es kann also nicht eigenständig angeschlossen werden.

Damit zieht dieses DivMMC bzgl. der Ausstattung mit der „Konkurrenz“ gleich, bleibt dabei aber weiterhin „modular“ und die Abmessungen verändern sich nur in der Höhe. Durch das Kempston Upgrade werden die Jumper (zur Einstellung des Rechners) des DivMMC so verdeckt das sie nicht mehr erreichbar sind – daher habe ich den wichtigen Jumper so umgebogen, das der Jumper auch von der Seite erreichbar ist. Weiterlesen

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PicoDIVSD [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

PicoDIVSD - Oberseite

PicoDIVSD – Oberseite

Schon wieder hat ZAXON zugeschlagen und präsentiert mit dem PicoDIVSD das vermutlich kleinste Massenspeicher-Interface, dass es zur Zeit für den Sinclair ZX Spectrum gibt. Die Abmessungen betragen gerade mal 7,5 x 3,5 cm. Das bisher kleinste Board in meiner Sammlung – das DivIDE 2K11 – hatte 7,5 x 5 cm.

Das PicoDIVSD hat natürlich einen Slot für eine Micro SD-Karte und keinen Port für einen Joystick – das ist bei einem so kleinen Board kaum zu erwarten. Allerdings dürften hier die meisten etwas brauchbares im Schubladen haben.

Als „Betriebs“-System fungiert wie immer ESXDOS – daher auch die gleiche Vorgehensweise wie bei den anderen kompatiblen Geräten. Hier ein Image mit ein paar Demos – einfach auf eine formatierte micro SD-Karte kopieren

Divmmc (13.7 MiB)

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Just Speccy 128k [Retro: Sinclair]

Just Speccy 128K - Platine Vorversion

Just Speccy 128K – Platine Vorversion

Vor ein paar Tagen hat der bekannte Entwickler Zaxon sein neuestes Projekte zur Vorbestellung freigegeben, damit er weiß wie viele Platinen er benötigen wird. Die Vorbestellerphase wird noch ca. 10 Tage laufen. Später wird es vermutlich auch komplett bestückte Platinen geben. Der Preis für die unbestückten Platinen wird bei ca. 15-20 Pfund liegen.

Hier die bisher bekannten Eigenschaften:

  • die Platinen sollen in die Gehäuse eines 48K oder +48K passen
  • es ist ein Clone eines 128K mit zusätzlichen Eigenschaften
  • natürlich 128K
  • DIVSD auf der Platine integriert und arbeitet mit ESXDOS
  • RGB Videoausgang mit MiniDIN 8 Anschluß
  • Kempston Interface auf der Platine
  • Stereo AY Ausgang

Ich bin schon gespannt wie das endgültige Produkt aussehen wird – bei der guten Arbeit die Zaxon bisher immer abgeliefert hat, ist die Spannung hoch. 🙂

Vorbestellungen: Just speccy 128k board preorder
Leider konnte ich den Artikel nicht schnell genug online bringen – inzwischen sind alle 60 möglichen Vorbestellungen schon weg – evt. gibt es in den nächsten Tagen ja noch ein paar mehr.

Update 06.04.2015: Nun wurde die verfügbare Menge von 60 auf 90 Stück erhöht – es sollten also noch ein paar Platinen verfügbar sein. 🙂

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DIVMMC by Zaxon [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

DivMMC by Zaxon

DivMMC by Zaxon

Nun gibt es eine Alternative zu dem DIVMMC von Ben Versteeg, welches ich schon vorgestellt hatte. Die Unterschiede sind nicht so groß aber entscheidend. Kaufen kann man  das Interface über SellMyRetro aus England – gebaut wird es von Zaxon in Frankreich. Es wird die nackte Platine geliefert (ohne Anleitung) und kostet 27 Pfund zzgl. 13 Pfund (!) Versandkosten.

Die Unterschiede

  • kleinere Platine
  • micro SD Slot statt SD Slot
  • kein Gehäuse
  • kein Joystick-Anschluss
  • zusätzlicher Interface-Anschluss

Das Interface wurde mit 2, 4, 8, 16 und 32GB großen micro SD-Karten getestet. Es hat 512kB RAM und 8kB ROM in dem ESXDOS installiert ist. Es wurde auf folgenden Geräten getestet: Timex 2048, ZX Spectrum +2 grau, ZX Spectrum +2A und Harlequin. Weiterlesen

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SMART Card [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

SMART Card - Joystickanschluss

SMART Card – Joystickanschluss

Schon wieder ein Interface für den Spectrum? Richtig – die Entwickler sind richtig produktiv in der letzten Zeit. 🙂 Dieses Mal gibt es eine Neuentwicklung – die SMART Card – Snapshot (loader) Multiple Alternate ROMs & Test Card – das steht für die Abkürzung SMART.

Ich habe mir wieder erlaubt den Text der Homepage zu übersetzen und zusammen zu fassen:
Die SMART Card ist ein neues Interface für den Sinclair ZX Spectrum. Es wurde hauptsächlich als „billiger“, einfach zu benutzender Snapshot Spiele Loader. Daher bietet es einen Kempston kompatiblen Joystick Anschluss, einen SD Karten Slot und einen Reset-Button – damit wird es einfach die Lieblingsspiele direkt aus einem Menü gleich nach dem Einschalten zu starten. (Eine Snapshot-Datei benötigt ca. 5 Sekunden zum Laden von der SD-Karte).

Es ist aber auch ein Multi-ROM-Switcher – der Onboard Flash RAM kann bis zu 16 16K ROMs enthalten, die von einem Menü ausgewählt werden können, wobei das Standard-ROM frei gewählt werden kann. Die verfügbare Firmware enthält einen ROM Manager um ROM Images im Flash RAM, laden, kopieren und löschen zu können. Das Interface bietet auch 128 KB SRAM und einen NMI Knopf. Weiterlesen

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Multiface One [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

Multiface One miniNun befindet sich auch das sehr bekannte Multiface One in meiner Sammlung. 🙂

Was ist das Multiface?
Dies ist eine Hardwareerweiterung die von englischen Firma Romantic Robot Ltd. UK für einige Homecomputer der 1980er veröffentlicht wurde. Die Hauptfunktion war, den Speicherinhalt des Rechners auf ein Speichermedium zu speichern. Zum Aktivieren wurde der berühmte „rote Knopf“, der jederzeit gedrückt werden konnte.
Da zu diesem Zeitpunkt nur wenige Spiele die Möglichkeit boten den Spielstand zu speichern, konnte man damit die aktuelle Spielposition abspeichern. Ebenso erlaubte es den Benutzern, Sicherheitskopien oder auch Raubkopien der Software zu erstellen.
Um den Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen, konnte man die mit späteren Modellen erstellten Speicherstände nur noch laden wenn auch das Multiface angeschlossen war.

Zusätzliche Fähigkeiten
– alle Multiface hatten die Möglichkeit den Speicherinhalt anzuzeigen und zu bearbeiten. Das machte das „Cheaten“ in Spielen besonders einfach – viele der zu dieser Zeit erschienen Spielezeitschriften druckten die sogenannten „Pokes“ ab. Damit konnte man viele Aspekte eines Spiels verändern (z.B. die Anzahl der Leben)
– manche Multiface konnten Screenshots speichern
– das Multiface besaß auch noch 8 KB zusätzlichen Speicher der von spezieller Software verwendet werden konnte. Beispiele dafür sind „Genie“ – ein Maschinencode Disassembler und Lifeguard – ein Programm zum Analysieren des Speichers während ein Spiel gespielt wird um die Speicherstellen zu identifizieren zu können, die geändert werden müssen um zu cheaten. Diese Programme konnten in den Speicher geladen und mit dem roten Knopf aktiviert werden.
– die späteren Modelle hatten einen durchgeschliffenen Erweiterungsanschluss, so dass noch weitere Geräte angeschlossen werden können.

Multiface One

Multiface One

Multiface One - Joystickanschluss

Multiface One - Joystickanschluss

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ZXC4 [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

ZXC4 miniWer meine Artikel verfolgt hat, dem ist bestimmt noch meine umfangreiche Reihe zum ZXC3 ROM Cartridge von Paul Farrow bekannt. Dieser hat nun wieder zugeschlagen und hat eine neueste Version vorgestellt: das ZXC4

Das ZXC4 bietet 4 funktionale Verbesserungen gegenüber dem ZXC3 und bringt damit den Cartridge Mechanismus des ZX Interface 2 weit hinter die Grenzen des beabsichtigten Designs. Die Verbesserungen sind:

ZXC4 mit Spectrum

ZXC4 mit Spectrum

1. Das ZXC4 bietet ein 4MB Flash ROM (eine Steigerung um den Faktor 32 gegenüber den 128K des ZXC3). Dies macht es möglich, das eine einzelne Cartridge über 100 Spiele speichern kann.

2. Das ZXC4 kann in die gesamten 16.384 Bytes jeder Bank schreiben (das ZXC3 konnte nur 16.320 Bytes jeder 16.384 Byte großen Speicherbank schreiben). Das bedeutet nicht nur eine bessere Nutzung des ROMs, es erlaubt auch die volle Nutzung von 16K ROM Programmen. Dadurch ist es möglich jede der originalen Cartridges ohne Änderung zu verwenden oder eine Ersatz Version des Spectrum ROM zu verwenden um dann die Zeichensatz Bilder in den Speicher zu schreiben (Verbesserung der Kompatibilität).

ZXC4

ZXC4

ZXC4 - Rückseite

ZXC4 - Rückseite

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+2A/+3 Fixer [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

FixerBoard - Oberseite miniHeute will ich eine kleines aber sehr feines und wirksames „Interface“ für den Sinclair ZX Spectrum vorstellen. Das „Fixer Board“ – in diesem Fall ein Nachbau des Originals, das seinen Weg aus den USA zu mir gefunden hat.
Das Original erschien 1989 und wurde von der Firma MGT (Miles Gordon Technology) entwickelt – genau, von dieser Firma stammt auch das Disketteninterface „Plus D„. Das Fixer Board kostet damals 7,95 £.
Das Board ist nur sehr klein und wird an den Interface-Anschluss des Spectrum angeschlossen und schleift diesen durch. In erster Linie wurde es von MGT produziert um das Plus D an den Spectrum +2A und +3 anschließen zu können. Da diese beiden Rechner die gleiche Platine haben und hier der Interface-Anschluß geändert worden war, hatte das zur Folge, dass einige Interfaces nicht mehr kompatibel waren. Das wurde durch das Fixer Board behoben, da dies die Änderungen umging.Für den Anschluß des Opus Discovery Diskettenlaufwerks gab es eine spezielle Version des Boards.

FixerBoard - Oberseite

FixerBoard - Oberseite

FixerBoard - Unterseite

FixerBoard - Unterseite

Beispiel Spectrum +3 mit Fixer Board:
Interface One mit Microdrive, SwiftDisc II, Multiface 1 und Multiface 128 funktionieren damit (neben dem Datel Plus D). Auch das RAM Turbo Interface soll damit funktionieren (hier gibt es aber immer noch die Hürde mit dem Stromstecker 🙂 ).

Selbst habe ich folgendes getestet:
PlusDlite
Interface 2
Interface 1

Bezugsquelle: https://www.tindie.com/products/Shaos/zx-fixer/

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – Hardwareupdate: DivMMC Enjoy!

DivMMC Enjoy! GehäuseDas DivMMC EnJOY! für den Sinclair ZX Spectrum hatte ich ja im Januar schon vorgestellt: Link. Damals hatte ich auch erwähnt, das Ben Versteeg noch einige Verbesserung geplant hat.
Zum Glück hatte er mir angeboten, meine erste Version gegen eine neue Version (mit Gehäuse) gegen einen kleinen Aufpreis umzutauschen. Die neue Version mit Gehäuse möchte ich heute kurz vorstellen.

Das Gehäuse wurde mit einem modernen 3-D Drucker produziert und ist in einer dunklen Farbe gehalten, die gut zum Spectrum passt. Der Schriftzug DivMMC EnJOY! ist auf der Oberseite „eingeprägt“. Auf der Oberseite sind nun auch ein Reset- und ein NMI-Taster zu finden. Ebenso sind die LED’s für „Power“ und „Card“ nach oben geführt. Der Joystickport ist ebenfalls oben rechts zu finden.
Auf der rechten Seite des Gehäuses ist nun ein Block mit DIP-Schaltern, welche die Jumper des Vorgängers ersetzen. Gleich daneben ist die Beschriftung zu den Jumpern aufgedruckt.

1 – on: normal – off: flash
2 – on: JOY on – off: JOY off
3 – on: +2A/+2B/+3 – off: other
4 – on: Toastrack – off: other

Auf der Vorderseite ist der Schlitz für die SD-Karte. Das Gehäuse wird an der Unterseite von vier Schrauben gehalten.

Ein hervorragendes Produkt wie ich meine. Ich sehe bei Retro-Hardware zwar auch immer ganz gerne die IC’s und die Technik, aber dies ist ein gutes Beispiel, dass es möglich ist ein Gehäuse auch für eine Kleinserie anzubieten! 🙂

Bezugsquelle: Byte Delight Shop – schwarze Variante 80 £ – weiße Variante 75 £ inkl. Versand

DivMMC Enjoy! Gehäuse

DivMMC Enjoy! Gehäuse

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse von vorne

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse von vorne

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse Unterseite

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse Unterseite

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse - rechte Seite

DivMMC Enjoy! mit Gehäuse - rechte Seite

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – Hardwarevorstellung: PC Keyboard Interface

PC Keyboard Interface 3 miniDas PC Keyboard Interface für den Sinclair ZX Spectrum ist ein PS/2 Keyboard Interface zum Anschluss an den Erweiterungsbus der Sinclair Rechner. Es ist Anfang 2014 in einer aktuellen Auflage als V2014.1 erschienen. Das Interface wurde ursprünglich Miguel Rodriguez Jòdar entwickelt, von Ben Versteeg aktualisiert und auch produziert. Wie auch schon beim kürzlich vorgestellten DivMMC! ist auch hier wieder die Qualität hervorragend. Das Keyboard Interface wird mit einer kurzen vierseitigen Beschreibung und Anleitung geliefert. Hier erhältlich: Byte Delight für 26 £

Durch das Interface kann also eine PS/2 Tastatur an den Sinclair angeschlossen werden – damit sollte das Tippen etwas einfacher sein. Nach dem Anschluss wird die Tastatur des Spectrum abgeschaltet, d.h. man kann nicht beide Tastaturen gleichzeitig verwenden.

Es ist kompatibel mit folgenden Sinclair Rechnern: ZX Spectrum 16K / 48K / 48K+ / 128K+ / +2 (graues Modell). Außerdem wurde es zusammen mit folgenden anderen Geräten getestet:

  • DivMMC EnJOY!
  • DivIDE / DivIDE Plus
  • Kempston Maus Turbo
  • ZX-MMC+
  • Angry Space Invader
PC Keyboard Interface - Oberseite

PC Keyboard Interface – Oberseite

Somit funktioniert es definitiv nicht mit einem ZX Spectrum +2A / +2B / +3. Evt. könnte man es mit dem berühmten „Fixer-Board“ von Datel versuchen….
An das Interface können auch viele USB-Tastaturen angeschlossen werden (wenn sie das PS/2 Protokoll unterstützen) – mit dem passenden USB auf PS/2 Adapter wäre das kein Problem.
Leider werden durch die aktuelle Firmware (1.3b) nur die Tastatur-Layouts US Englisch und Spanisch unterstützt. Sollten andere Tastaturen verwendet werden, können unerwartete Zeichen erscheinen. Ich muss mal Ben anschreiben ob nicht auch das deutsche Layout eingebunden werden könnte ……

Natürlich sollte das Interface nur angeschlossen werden wenn der Rechner ausgeschaltet ist – an welcher Stelle es angeschlossen wird – als erstes oder nach einem anderen Interface spielt keine Rolle. Weiterlesen

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – Hardwarevorstellung: Kempston RAM Turbo Interface

RAM Turbo miniDas „RAM Turbo“ erschien 1984 (gebaut von RAM Electronics Ltd. oder auch Fleet Electronics – Preis 22,95 £) und wurde praktisch als Nachfolger und Ersatz für das offizielle Sinclair ZX Interface 2 entwickelt. Daher haben die beiden Geräte auch ähnliche Gehäuse.
Der ZX Spectrum hatte ja ursprüngliche keine Joystick Anschlüsse und verließ sich mehr auf die Tastatur. Um diesem Umstand zu begegnen veröffentlichte Sinclair das Interface 2, welches 2 Joystick Anschlüsse, einen durchgeschliffenen Interface Anschluss und einen ROM Cartridge Port hatte.

Hörte sich toll an, war aber in Wirklichkeit sehr eingeschränkt. Der durchgeschliffene Interface Anschluss war so modifiziert, das er nur mit dem Sinclair ZX Printer funktionierte. Die beiden Joystick Anschlüsse unterstützten weder das populäre Kempston noch das Protek Joystick Protokoll.
Der ROM Cartridge Anschluss arbeitete wie versprochen, aber da die Catridges nur 16kB Daten unterstützten und die meisten Sinclair ZX Spectrum Rechner mit 48kB Speicher ausgeliefert (oder aufgerüstet) wurden, waren sie nicht sehr populär (aber heute werden sie zu Höchstpreisen auf eBay gehandelt 🙂 )

RAM Turbo - Joystickports

RAM Turbo – Joystickports

Nur ein Jahr später wurde das RAM Turbo veröffentlicht und nahm sich der beiden Hauptprobleme des Interface 2 an. Die Joystick Anschlüsse unterstützten Kempston (rechter Anschluss), Protek (linker Anschluss) und Sinclair Joystick Standards wenn einer der vielen Joysticks mit 9 Pins entsprechend dem Atari 2600 verkabelt war. Wenn man den Joystickknopf während dem Einschalten drückt, gelangt man in den Protek „Cursor Modus“. Der durchgeschliffene Interface Anschluss war auch nicht eingeschränkt, so dass man so ziemlich alles anschliessen kann.

Die Modelle des RAM Turbo, die nach Dezember 1985 gebaut wurden haben einen Reset Knopf an der Seite. !Hinweis! Lt. WOS-Forum funktioniert an diesem neueren Modell das DivIDE nicht.

RAM Turbo - Interfaceanschluß und Cartridgeport

RAM Turbo – Interfaceanschluß und Cartridgeport

Eine nette Idee bei diesem Interface finde ich auch, dass auf einer Seite eine Art „Ring“ ist – dieser passt genau über den Stromanschluss des Spectrum. Somit ist man gezwungen den Strom abzustecken, bevor man das Interface verwenden kann. Eine einfach aber wirkungsvolle Lösung um den Spectrum nicht zu beschädigen. Dadurch merkt man auch sofort, das es nicht am Spectrum +2A/B und 3 funktioniert – man bekommt den Stromstecker gar nicht an den Spectrum. 🙂

Ein wirklich gutes und durchdachtes Interface wie es schon Sinclair selbst hätte machen sollen (und 48kB ROM Cartridges) – in Deutschland über Ebay eher selten zu finden. Besser auf den Englischen Ebay Seiten nachsehen.

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Retro: Harlequin – ZX Spectrum 48k Nachbau

Harlquin_1 kleinDie jüngere Geschichte des Harlequin beginnt ca. 2012 als es in einem spanischen Forum die ersten Platinen und Teilesätze zu kaufen gab. Vermutlich auf Grund der Sprachbarriere ist das an den Deutschen Sinclair-Fans (bis auf ein paar Ausnahmen) vorbei gegangen. Im Juni 2013 berichtet dann ein User im ZX-Team-Forum von zwei Geräten die er mit den Bausätzen aufgebaut hatte.
Kurz darauf – im August – meldete sich dann Ingo Truppel („Entwickler“ des MB02 Interface) zu Wort, dass er die bereits bekannte Platine überarbeitet hat (Rev. F) und ein paar Platinen bestellen will.

Was ist der Harlequin eigentlich?
Er ist ein Nachbau des Sinclair ZX Spectrum 48K mit einfach zu beschaffenden TTL-Bauteilen ohne eine ULA (im Original zuständig für Bildschirmdarstellung, die Tonausgabe und die Kassettenrecorder-Schnittstelle). Die Platine hat die gleiche Größe wie das Original, so dass es in das Gehäuse eines Standard Spectrum passt. Einzige „größere“ Unterschiede sind, dass es keinen Anschluss mehr für ein Antennenkabel gibt, dafür aber einen Composite-Anschluss und einen Anschluss für ein Scartkabel. Im ROM gibt es neben dem Sinclair 48K ROM noch ein Testmodul zur Prüfung ob alles OK ist (kann per Jumper geändert werden). Auf der Platine gibt es auch einen Anschluss für einen Resetknopf und es kann der interne Lautsprecher abgeschaltet werden. Als Stromanschluss kann das normale Sinclair-Netzteil verwendet werden.

Harlequin Board

Harlequin Board

Harlequin - Interface/Anschlussseite

Harlequin - Interface/Anschlussseite

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SPECTRA [Sinclair ZX Spectrum]

SPECTRA Interface miniWer meinen Blog schon länger verfolgt, dem wird evt. noch die Erwähnung des SPECTRA Interfaces, während meiner Artikelreihe zum ZXC3 in Erinnerung sein. Für alle, denen das SPECTRA noch kein Begriff ist, erläutere ich das ganze nochmal.

Dieses Interface ist hauptsächlich dafür gedacht einen Sinclair ZX Spectrum 16K/48K per Standard-Scartkabel mit einem Fernseher zu verbinden. Es ist nicht nötig am Spectrum Modifikationen durchzuführen um es zu verwenden, da die Signale die am Erweiterungsanschluß zur Verfügung stehen ausreichend sind. Ebenso wird der Sound über das Kabel übertragen – damit steht über den Fernseher auch lauter und deutlicher Sound zur Verfügung. Die Qualität des Bildes und des Sound ist mit dem vergleichbar der bei einem Spectrum 128 über den Monitoranschluss ausgegeben wird.

Ein weiteres Merkmal des SPECTRA Interfaces ist die Fähigkeit die Anzeige des Spectrum zu erweitern und 64 gleichzeitige Farben darzustellen. Außerdem kann die vertikale und horizontale Auflösung erhöht werden. Das alles zusammen bietet 32 verschiedene Display Modes. Dies eröffnet viele Möglichkeiten für tolle neue Programme. In der höchsten Auflösung wird der kleinste Block der ohne „Colour-Clash“ dargestellt werden kann nur noch 1 Pixel hoch und 2 Pixel breit sein bei Verwendung einer 8 Farben Basis Palette.

SPECTRA Interface mit Handbuch

SPECTRA Interface mit Handbuch

Das bietet das SPECTRA Interface außerdem:

  • einen Kempston Joystick-Anschluss mit Untersützung für Auto-Feuer Joysticks
  • einen RS232 Anschluss der zum Interface 1 kompatibel ist und ideal für den Anschluss eines Druckers, Modem oder PC
  • einen Reset-Knopf
  • optional Unterstützung für einen ZX Interface 2 Sockel
  • optional Unterstützung für ein ROM welches das ROM des Spectrum überschreiben kann
  • die Möglichkeit das Spectrum Basic zu erweitern um die zusätzlichen Display Modes zu unterstützen
  • einen durchgeschliffenen, vergoldeten Erweiterungsanschluss
  • einige Schalter um jedes Feature ein- oder abzuschalten um mit möglichst vielen existierenden Erweiterungen kompatibel zu sein (ZX Interface 1, ZX Interface 2, DivIDE 57c)

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – DivMMC EnJOY!

Exif_JPEG_PICTUREDas DivMMC EnJOY! ist der Nachfolger des in mehreren Variationen produzierten DivIDE. Der Nachteil des DivIDE war das verwendete CF-Interface. Die CF-Karten werden mit der Zeit etwas seltener und dadurch teurer, wogegen die SD-Karten sehr weit verbreitet und in viele Größen erhältlich sind. Da auch fast jeder PC oder Laptop einen SD-Kartenslot hat, ist die Übertragung von Software hier besonders einfach.
Das DivMMC EnJOY! hat ein integriertes Kempston Joystick Interface für Atari kompatible Joysticks. Es gibt einen NMI-Knopf um in das Menü des Betriebssystems zu gelangen und einen Reset-Knopf. Es hat 128 KB Speicher (das vierfache des DivIDE) und kann für zukünftige Funktionen einfach auf 512 KB Speicher erweitert werden. Das DivMMC wird mit ESXDOS (0.85) ausgeliefert, welches mit FAT und FAT32 zusammenarbeitet wodurch keine zusätzliche Software am PC benötigt wird. Der meist benutzte Dateityp bei ESXDOS dürfte .TAP sein welcher in einer Datei ein komplette Spiel enthält. Andere unterstützte Dateiformate sind SNA und Z80 Snapshot Dateien sowie TRD Dateien.
Natürlich kann man auch eigene Dateien auf die Karten speichern und davon laden. Dafür bringt ESXDOS die entsprechenden Befehle mit.
Das DivMMC ist mit allen Sinclair ZX Spectrum Modellen kompatibel.

DivMMC Enjoy

DivMMC Enjoy

Ben Versteeg hat wieder viel Arbeit in das Gerät gesteckt, wenn man die Beiträge im WOS-Forum im Laufe des Jahre 2013 etwas verfolgt hat. Es gab einige Klippen zu umschiffen um das Original-Design das schon ein paar Jahre in der Schublade liegt und von Mario Prato mitentwickelt wurde, für eine richtige Produktion anzupassen. Die erste Auflage des Interface hat noch ein paar „Schönheitsfehler“ die aber in der zweiten Auflage korrigiert werden. Zum einen ist dann der zusätzlicher Jumper der für den Betrieb an einem Spectrum +128 (Toastrack) nötig ist nicht mehr notwendig – zum anderen wird die falsche Beschriftung des Jumpers für den Joystick Anschluss korrigiert. Außerdem ist es geplant für die zweite Auflage ein Gehäuse für das Interface anzubieten.
Die Platine ist wieder im typischen „sinclair-schwarz“ gehalten und kam zusammen mit einer SD-Karte auf der schon einige Spiel und Demos sind und daher sofort betriebsbereit zum Testen ist. Weiterlesen

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – ZXC3 – Teil 6

ZXC3

ZXC3 – Font

Heute kommen wir zum vorerst letzten Teil der Artikelreihe rund um das ZXC3 Modul. Schon lange hat mich keine „Erweiterung“ mehr so beschäftigt wie diese kleine Cartridge. Für den Preis bietet es schon sehr viel an zusätzlichen Möglichkeiten. Wenn man nur diesen Artikel heute liest und mit diesem Model einfach mal die Möglichkeit hat einen defekten Spectrum zu identifizieren – das ist schon richtig toll. Evt. folgt ja mal noch ein Bericht zu dem schon öfter erwähnten SPECTRA Interface 🙂

1. 128 RAM Tester

Diese 8K ROM Cartridge wurde für den Spectrum 128 und den grauen Spectrum +2, kann aber auch mit dem16K/48K Spectrum verwendet werden. Es verbessert den Speichertest der beim Start des Spectrum 128 Editor ROM durchgeführt wird, welcher folgende Fehlerkategorien nicht erkennen kann:

  • es wird nur das erste Byte in jeder 16K RAM Bank getestet und würde daher keine Fehler in anderen Plätzen innerhalb der RAM Bank erkennen
  • es tastet nur die Werte FFh und 00h und erkennt daher keine kurzgeschlossenen Lines
  • es erkennt kein RAM Paging Fehler die verursachen das die falsche Bank eingeschaltet wird Weiterlesen
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Retro: Sinclair ZX Spectrum – ZXC3 – Teil 5

ZXC3

ZXC3

Weiter geht es mit den Artikeln zum Multitalent ZXC3. Diese Mal dreht sich alles um die bekannten (und manchmal gehassten) Microdrives!

Von dem Microdrive Emulator gibt es zwei verschiedene Versionen. Einmal zur Verwendung mit dem ZX Interface 2 und einmal zur Verwendung mit dem Spectra Interface von Paul Farrow. Beide Versionen arbeiten mit angepassten Interface 1 ROM’s in denen die Routinen für LOAD, SAVE und ERASE angepasst wurden so dass die Befehle sowohl mit dem ROM als auch mit echten Microdrives funktionieren.
Bei der Version für das Interface 2 muss man auch noch das Modell beachten auf dem es verwendet wird – 48K, 128K oder spanischer 128K.
Die SPECTRA Version hat ein paar Vorteile:

  • höhere Kapazität der virtuellen Microdrives da keine modifizierte Version des Spectrum ROM’s benötigt wird (90K im Gegensatz zu 45K-75K)
  • höhere Kompatibilität mit Programmen da das Spectrum ROM nicht mit ZXC3 Mechanismen gepatched werden muss
  • da das echte Spectrum ROM verwendet wird, arbeitet der Emulator ordentlich mit anderen Spectrum Sprachversionen zusammen

Der Microdrive Emulator kann auch verwendet werden wenn kein Interface 1 vorhanden ist. Wenn ein Interface 1 vorhanden ist, kontrolliert der Microdrive Emulator trotzdem ordentlich die RS232 Schnittstelle, die Network Anschlüsse und die Microdrives (es sind „nur“ sieben verfügbar). Weiterlesen

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Retro: Sinclair ZX Spectrum – Interface 1bis Updates

Interface 1bis

Interface 1bis

Inzwischen hat sich auch wieder etwas rund um das Interface 1bis getan. Wie immer war Dan Antohi nicht untätig und hat die Software rund um das Multifunktionstalent weiter verbessert.

1. Bereits seid August gibt es die Möglichkeit mit dem Interface auch *.DVO Dateien abzuspielen (wie mit dem DivIDE – hier schon mal von mir beschrieben).

Die Vorgehensweise Schritt für Schritt:

  1. Das DVO-Video auf das Serverlaufwerk kopieren – z.B. C:\WOS
  2. Auf der SD-Karte einen Bereich für das Video erstellen: FORMAT #32; „m“ ; 0 (für 1GB – #32 ist die Anzahl und muss mit 32MB multipliziert werden – für 512MB lautet daher der Befehl: FORMAT #16; „m“ ; 0) – wenn man nun FORMAT ;“m“ ; 0 eingibt, sollte sich die Anzahl der verfügbaren Laufwerke entsprechend verringert haben.
  3. Den Video-Player „PLY“ auf Laufwerk 1 der Flash-Karte kopieren – CAT 1LOAD ;“PLY“ – den Player starten Weiterlesen