Autor: Jungsi

Chlamydienbehandlung zeigt Erfolg

Nach drei Wochen intensiver Behandlung ist nun ein Erfolge bei meinem Kater Gaspar abzusehen. Nachdem ich ihn vergangene Woche nochmal beim Tierarzt abgeliefert hatte, wurde die Behandlung umgestellt auf Augentropfen und Antibiotika-Tabletten. Seit dem sind die Symptome nicht mehr aufgetreten und er ist wieder sichtlich munterer seit er die Augen wieder komplett öffnen kann. Bis nächste Woche muss Gaspar nun noch die Tabletten nehmen und wird wieder beim Tierarzt überprüft.

„Gechipt“ und sterilisiert

Nun hat meine Farah ihren Chip hinter das Ohr bekommen und ist nun beim Deutschen Haustierregister gemeldet. Diese Organisation ist unter Deutsches Haustierregister zu erreichen. Ausserdem wurde die Kleine auch gleich noch sterilisiert um „Unfällen“ vorzubeugen, wenn sie demnächst das erste Mal das Haus verlassen darf. Im Moment dürfte es sie noch etwas in den Bauch frieren, da fuer die OP zur Sterilisation hier etwas rasiert werden musste 🙂  Ebenfalls fuer den Freilauf wurde auch eine Leukose-Impfung durchgefuehrt. Diese muss nun in vier Wochen nochmal aufgefrischt werden. Wenn nun die Augen von Gaspar wieder in Ordnung sind, steht der ersten Gartenerkundung nur noch das Wetter im Weg 🙂

Katzen-Streu im Test

Da das von mir bisher verwendete Marken-Katzenstreu „Catsan Hygiene plus“ fast doppelt so teuer ist wie „einfaches“ habe ich mal was anderes getestet.

Dazu habe ich mir aus dem Fressnapf ein Katzenstreu mit dem Namen „fit + fun Bioclean“

Vorteile: Preis, nimmt den Geruch besser auf

Nachteil: es verklumpt extrem – und wird dabei hart wie Beton – als ich das erste Mal die Kiste ausräumen wollte, habe ich gleich mal die Plastikschaufel abgebrochen. Hier kann man sich mal vorstellen, welchen „Spass“ die Katzen hier beim Vergraben haben….

Nach diesem Test steht mal wieder fest, dass oft der höhere Preis seinen Grund hat.

Warrior Cats wird fortgesetzt! 5. Staffel in Planung….

Wie Erin Hunter in Ihrem englischen „Herbstbrief“ mitgeteilt hat, ist im Sommer an der Storyline für die 5. Staffel gearbeitet worden.

Bisher wurde nur verraten, dass die Geschichten wieder im Wald (wie in der ersten Staffeln) spielen werden und mit komplett neuen Charakteren. Vermutlich spielt es in der Zeit bevor Sammy (bzw. Rusty) in den Wald gekommen ist.

Wie Erin Hunter geschrieben hat, fühlt sie sich im Wald am wohlsten – mit der Gegend am See konnte sie sich nie zu !00% anfreunden. Vielleicht wird man in den Geschichten mehr zur Entstehungsgeschichte der Clans erfahren (wie in einem der Field Guides).

Auf jeden Fall wird es noch einige Zeit dauern bis die Romane erscheinen werden – da der vorletzte Band der Reihe „Omen of the Stars“ in englisch erst am 22. November erscheinen wird. Dann warten wir noch auf den abschließenden Band und vermutlich in 2012 dann auf die nächste Super-Edition die evt. den Titel „Yellowfangs Secet“ tragen wird.

Planet der Affen Prevolution – Filmkritik

Ist zwar schon ein paar Tage her aber vor einigen Wochen habe ich mir den Neustart der berühmten alten Filmreihe angesehen. Hier ging ich etwas skeptisch ins Kino, da ich ein Fan der alten Filme bin. Was damals an Masken schon machbar war ist ganz beachtlich.

Ich muss sagen von dem neuen Film war ich nicht enttäuscht – die Handlung war fesselnd – die Masken der Affen und die Tricks mit denen gearbeitet wurde waren zeitgemäss – man konnte mit der Hautpfigur Cesar mitleiden und das Finale war furios. Nach dem offensichtlichen Cliffhanger am Schluss ist das Interesse an einer Fortsetzung bei mir geweckt. Mal sehen ob der Film genügen einspielt um einn 2. Teil zu finanzieren.

Buchkritik – Warrior Cats – Teil 1

Nun bin auch ich als Katzenbesitzer auf die englische Buchreihe um die „Warrior-Cats“ gestossen.

Kurz zum Inhalt: Im ersten Band „In die Wildnis“ geht es um einen jungen Hauskater (im deutschen Sammy – im englischen Original Raust) der auf wild lebende Katzen trifft, die sich das nahe angrenzende Land mit drei weiteren Clans teilen. Im weiteren Verlauf der Geschichte verlässt Sammy seine Menschen um sich dem „Donnerclan“ anzuschließen und eine Prophezeiung zu erfüllen. Der Wald teilt sich unter dem bereits erwähnten Donnerclan (diese Katzen können sich besonders gut wenn die Beute im Dickicht zu fangen ist, der Windclan (gut in der Hasenjagd), dem Flussclan (gute Schwimmer und Fischfänger) und dem Schattenclan.

Die Buchreihe besteht außerdem aus Mangas (Comics), Special Editions und den Guides.

Im deutschen gibt es zur Zeit die Bücher der Originalreihe (sechs Bücher), die ersten vier Bücher der zweiten Reihe (Neue Prophezeiung), die Spezialedition „Feuersterns Mission“ (die im Anschluss an die ersten sechs Bücher spielt) und der Guide „Die Welt der Clans“ (hier wird in Kurzgeschichten die Entstehung der „Gesetze der Krieger“ erklärt). Außerdem gibt es einige Mangas, die bereits übersetzt sind.

Im englischen gibt es bereits drei komplette Staffeln und drei Bücher der vierten Reihe, des weiteren gibt es noch einige „Super Editions“, Guides und Mangas.

Änderungen am Blog

Wie aufmerksame Leser bemerkt haben ist aus der Titelunterschrift nun „World Of Warcraft“ verschwunden. Ich spiele zwar noch ab und zu, aber im Großen und Ganzen ist dieser Teil nun abgeschlossen. Immerhin hat mich dieses Spiel die letzten 6 Jahre als Hobby beschäftigt.

Den Bereich der Links habe ich etwas erweitert – unter anderem um die Rubrik „Katzen“ und „Reisen“ und auch zwei neue Artikelkategorien eingefügt um für eine bessere Übersicht zu sorgen.

Leben im Überfluss??!!

Gestern abend beim Italiener um die Ecke – am Nebentisch eine Familie mit einem jungen Mädchen – natürlich – Pizza bestellt. Die Pizza ungefähr doppelt so große wie der Kopf des Kindes.

Das Mädchen isst – denke ich 2 – 3 Bissen und verschwindet zum Spielplatz – natürlich wird der Rest weggeworfen (wie üblich in unserer Gesellschaft). In anderen Gegenden der Erde verhungern jeden Tag Kinder zu Dutzenden. Vermutlich hat das Gör, kaum das es zu Hause angekommen ist nach Süssigkeiten gerufen – und – bekommen. Jetzt denk ich mir: Bin ich nun schon alt geworden? Denn: FRÜHER hätte es das zu Hause (oder im Gasthaus) nicht gegeben…..Leider ist das keine Einzelfall – denn den gleichen Vorgang habe ich an dem Abend noch 2 weitere Male erlebt. Würde manchmal nicht schaden wenn diese Kinder in die Situation kämen froh sein zu dürfen, dass sie die ganze Pizza essen können……

Frankreich 2011

Nach der wahnsinnig beeindruckenden Tour im vergangenen Jahr nach Norwegen, wollten wir uns in diesem Jahr wieder auf unsere Wurzeln zurückbesinnen und einen Teil der Alpen in Angriff nehmen, der von uns bisher vollkommen unberührt geblieben ist 😉 Der französische Teil der Alpen, der auch jedes Jahr von der Tour de France heimgesucht wird wollte endlich in Angriff genommen werden. Die Vorgaben für diese Tour habe ich im Internet gefunden – freundlicherweise hat ein netter Bikerkollege seine komplette Tour ins Netz gestellt (inkl. Karten und den GPS-Daten). So sind wir dieser Tour zumindest die ersten Tage komplett gefolgt.

Auch bei dieser Tour war es wieder unvermeidlich jeden Tag das Quartier zu wechseln. Hier gab es meinerseits Anfangs kleine Bedenken in Bezug auf die Verständigung, was die Hotels und die damit verbundenen Übernachtungsmöglichkeiten betraf. Diese Bedenken wurden aber schon beim ersten Hotel komplett zerstreut – immer ging die Verständigung in Englisch, zweimal auch in Deutsch. Das einzige Problem das blieb, war die Übersetzung der Speisekarten, so dass uns das eine oder andere Mal nichts anderes blieb als auf Pizza und Pasta zurückzugreifen 😉

Das Tanken ist relativ teuer in Frankreich und es gibt selten so gut ausgestattete Tankstellen wie bei uns überall üblich. Viele Tankstellen sind bei großen Supermärkten angesiedelt welche dann zum Bezahlen eigene kleine Kassenhäuschen haben. An allen Tankstellen, die gerade nicht besetzt sind, kann man auch direkt am Automaten mit den gewohnten Kreditkarten bezahlen.

Bei den französischen Autobahnen (die ich nur aus Dummheit einmal beuntzt habe) bezahlt man am Anfang eine gewisse Summe (z.B. 1,10 €) und kann dann in einem bestimmten Streckenabschnitt fahren. Dann folgt das nächste Kassenhäuschen.

Leider war in diesem Jahr unsere Gruppe sehr klein (wegen gewisser Elternpflichten unserer sonstigen Reiseteilnehmer), deswegen waren wir nur zu zweit mit unseren italienischen Diven unterwegs um die Deutsche Fahne hochzuhalten. Der Vorteil dieser kleinen Gruppe war, dass es keine Probleme gab noch ein Zimmer zu finden (mindestens zweimal haben wir das letzte verfügbare Zimmer erhalten). Ausserdem gab es in diesem Jahr keinerlei technische Defekte.

Teilnehmer und Ihre Maschinen

  • Gelati alias Gerhard: Aprilia Tuono Factory (Bj. 2010)
  • Jungsi alias Gerhard: Aprilia Tuono Factory (Bj. 2008)

Auflistung der Links zu den einzelnen Tagen:

Tag 1
Tag 2
Tag 3
Tag 4
Tag 5
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Tag 9

Frankreich Tag 1

Los ging die Reise in Simbach – Endstation für diesen Tag war in einem Tourenfahrerpartnerhaus in Maulburg – von hier aus könnte man anscheinend auch ganz nette Ausflüge in den Schwarzwald machen. Auf den Anreise sind wir die Bundesstrasse B12/A94 bis München und weiter auf der Autobahn Richtung Lindau gefahren – die letzten 200 km sind wir auf Bundesstrassen – unter anderem auch mit schönen Ausblicken auf den Bodensee – nach Maulburg gefahren. Ca. 50 km vor dem Ziel war es dann vernünftiger in den Regenkombi zu schlüpfen, da wir natürlich wieder mal genau in eine Gewitterfront gefahren sind – am Schluss war es dann aber wieder trocken.

Zimmer zu erhalten war kein Problem in unserem Hotel und das „Knoblauch-Steak“ mit Pommes ist jetzt schon legendär!

Tageskilometer: 550 km

Hotel: Goldener Wagen – Maulburg

Frankreich Tag 2

Tag 2 der Westalpen-Tour führt uns in gut 6h reiner Fahrzeit 330km von Basel bis südlich des Genfer Sees. Von Maulburg geht es vorbei an Basel Richtung Delemont. Bis dorthin passieren wir mehrfach die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz, vermeiden dadurch trickreich den Baseler Haupt-Verkehr sowie jegliche Autobahn-Maut. Meist kleine Nebenstraßen garantieren das höchstmögliche Maß an Kurvenspaß in dieser Gegend. Knapp 20km hinter Delemont zweigt eine schmale Straße ab zum 1284m hohen Weissensteinpass – das erste Sahnestückchen. Zwischen Solothurn und dem Thuner See heißt es Kilometer machen, bis dann durch das Simmental und über den Saanenmöser (1279m) die Kurven zunehmen und uns schließlich mit Col du Pillon (1546m) und dem 1778m hohen Col de la Croix die „echten“ Alpen begrüßen. Am Pas de Morgins passieren wir die Grenze nach Frankreich, bis schließlich über den Col du Corbier das Ziel Morzine erreicht ist. In diesem Skiort gibt es genügend Übernachtungs-Möglichkeiten. Wir übernachteten in dem Hotel „Les Bruyères“. Freundlicher Empfang – alles Nötige konnte auf englisch geregelt werden. Für die Motorräder stand eine eigene abgesperrte Garage zur Verfügung.

Frankreich Tag 3

Am 3. Tag der Tour durch die französischen Alpen wird das erste Drittel der berühmten Route des Grandes Alpes von Morzine südlich des Genfer Sees bis nach Lanslevillard bereist.

Der Tag beginnt sogleich mit zwei „Schmankerln“, nämlich den recht unbekannten Pässen Col du Ran Folly und Col de Joux Plane. Trotz relativ niedriger ca. 1700m Höhe sind die beiden wegen der tollen Strecke und sehr wenig Verkehr einfach nur traumhaft zu fahren. Über Cluses gelangen wir zum bekannteren Col de la Colombiere (1613m), der zur gleichen Klasse gehört: Kurven kratzen ohne Ende auf schmaler serpentinenreicher Straße. Auch Col des Saisies und Col de Aravis gehören mit 1486m und 1633m nicht zu den höchsten, aber dafür zu den attraktivsten Pässen. Die Strecke hat hier einen flüssigeren Verlauf mit weniger Spitzkehren, was dem Kurvenreichtum aber keinen Abbruch tut. Der Cormet de Roselend heißt zwar nicht wie ein Pass, ist aber einer – und was für einer! Über den vorgelagerten Col du Pre (1605m) führt die Strecke fast noch schöner als bisher vorbei am traumhaften Lac de Roselend auf die fast 2000 Meter Passhöhe. Auch hier Kurve an Kurve auf meist gutem Belag, so dass die Fußrasten mehr Boden- als Luft-Kontakt haben. Wer Lust hat, sollte anschließend unbedingt einen Abstecher zum Col du Petit-Saint-Bernard (2190m) machen, dessen Süd-Rampe man unbedingt einmal von französischer Seite aus bergauf gefahren sein sollte. Nach einer Fahrt durch das Tal der Isere mit dem bekannten Skiort Val D’Isere (unbedingt einen Stop an der Staumauer des Lac du Chevril einlegen!) folgt die Krönung des Tages: der Col de l’Iseran, mit 2770m der höchste durchgehend befahrbare Pass der Alpen. (Die Cime de la Bonette ist zwar höher aber eine Schleife um einen Gipfel, kein Pass.) Die Landschaft ist dermaßen wild und zerklüftet, der nackte Fels erinnert einen fast an eine Mondlandschaft. Beim Abstieg wird eine Pause im angeblich schönsten Dorf der frz. Alpen, Bonneval-Sur-Arc, empfohlen, dann gemütlich die letzten Kilometer nach Lanslevillard.

Im dortigen Hotel „L’Étoile Des Neiges“ haben wir wieder sofort ein Zimmer und ein abgesperrte Garage für die Motorräder bekommen.

Frankreich Tag 4

Der heutige Abschnitt hat’s wirklich in sich: der höchste auf Asphalt anfahrbare Punkt der Alpen, der vielleicht schönste Pass der frz. Alpen sowie einige Berühmtheiten der Tour de France stehen auf dem Programm. Wir beginnen gemütlich und fahren auf relativ gerader Strecke mit schnellen Kurven durch das Arc-Tal von Lanslevillard bis nach Saint-Michel-De-Maurienne. Dann ist schlagartig Schluß mit der Ruhe: Der Aufstieg zum Col du Telegraphe beginnt. Bis zur Passhöhe auf 1566 Metern findet sich kein gerades Stück Straße, der Belag ist meist sehr gut, Radien und Verlauf gut geschnitten. Wer es auf der Passhöhe schafft, das Dauergrinsen abzustellen, kann sich unter Leute wagen und ein zweites Frühstück genießen. Der Weg weiter zum trotz seiner „nur“ 2642m vielleicht berühmtesten Pass Frankreichs, dem Col du Galibier, beginnt wieder ruhiger mit der Fahrt durch ein Hochtal nach dem Ort Valloire. Dank Tour de France ist der Asphalt in bestem Zustand. Wenige Kilometer vor der Passhöhe geht’s dann wieder richtig zur Sache, mit Kehren und Kurven ohne Ende. Auf gute Haltung achten, denn in einer der letzten Kurven stehen meist professionelle Fotografen, deren Ergebnisse man sich später im Internet runterladen kann. (Auto mit Web-Adresse auf dem Pass.) Oben zwei Dinge nicht vergessen: den Radfahrern applaudieren, die 45km Aufstieg geschafft haben, und zur Aussichtsplattform gehen – ein einmaliger Rundblick belohnt die Mühe. Der Abstieg zum 2057m hohen Col du Lautaret ist kurz aber heftig wegen der ungesicherten steilen Böschungen der Straße. Auf gut ausgebauter schneller Strecke fahren wir nach Briancon, von dort zum nächsten Highlight, dem Col de l’Izoard (2356m). Auch hier Kurven über Kurven auf bestem Belag, kaum glaubt man, dass eine Steigerung des Fahrvergnügens noch möglich ist. Beim Abstieg die Casse Deserté, die „zerhackte Wüste“, genießen: eine krasse Steinwüste mit wilden Felsnadeln. Durch die Gorges du Guil gelangen wir nach Guillestre, hier ab auf den Col de Vars (2111m). Die Strecke bleibt traumhaft kurvenreich aber flüssig, kaum Kehren. Deren Zahl steigt beim Abstieg und anschließenden Aufstieg zum Bonette an, was dem Fahrspaß keinen Abbruch tut. Der Col de la Bonette wird eingerahmt von den Cols de Restefond (2680m) und Raspaillon (2513m) und ist ein schmaler Fels-Durchstich auf „nur“ 2715m Meereshöhe. Hier beginnt und endet die Runde auf den Cime de la Bonette, mit 2802 Metern wie gesagt höchster asphaltierter Punkt in den Alpen. Auch hier lohnt sich der Aufstieg auf die Gipfel-Plattform. Nach dem Abstieg geht’s durch das Tinée-Tal bis Saint-Sauveur-Sur-Tinée, dort rechts ab entlang dunkelroten Gesteins auf der in den Hang gemeißelten Straße. Bis zu unserem Ziel, dem Hotel Chastellan in Valberg, queren wir noch den Col de la Coillole (1678m) und den Col de Ste-Anne (1551m) im gleichnamigen Ort.

Frankreich Tag 5

Heute gibt es eine Runde durch den südlichsten Teil der Alpen. Neben den vielen schmalen, einsamen und sehr kurvenreichen Straßen sind Col de Turini und die Gorges de Dalius die Highlights. Die Strecke hält sich im ersten Teil an den südlichen Abschluss der Route des Grandes Alpes. — Dass die Pässe des heutigen Abschnitts nur zwischen 600 und 1700 Metern über NN sind, mag man kaum glauben: schroff und zerklüftet ist die Landschaft, steil, schmal und kurvig die oft spektakulär dem Fels abgetrotzten Straßen. Einzig die fast schon typisch mediterrane Vegetation mit ähnlichen Temperaturen bestätigt die am südlichsten Punkt der Tour gerade mal 12km Luftlinie zum Mittelmeer. Ich selbst ersparte mir den Abstecher dorthin. Wer nach Monte Carlo, Nizza oder Menton möchte, sollte aber die Strecke woanders kürzen und sich nicht durch die gut 300km täuschen lassen: der Zeitbedarf ist enorm hoch wegen o.g. Straßen-Beschaffenheit. Von Valberg aus fahren wir die Strecke von gestern erst mal zurück, biegen aber rechts ins Tineé-Tal ein, das wir kurz darauf Richtung Osten verlassen, um in die wilde Bergwelt mit ihren kehrenreichen Straßen einzutauchen. Hinter dem Col Saint-Martin (1500m) geht es nach Süden auf die Route de Nice, die wir nach ca. 15km Richtung wieder östlich verlassen, um den von der Rallye Monte Carlo bekannten Col de Turini zu erklimmen. Noch einmal: Nicht durch die 1607m Höhe täuschen lassen! Der Aufstieg ist spektakulär, die Straße extrem verwinkelt und in bestem Zustand, landschaftlich spektakulär in den Fels gehauen. Auch der Abstieg nach Sospel steht dem in nichts nach. Danach geht’s zurück in nordwestliche Richtung über kleinste Sträßchen und diverse Pässe im 1000m-Bereich entlang der Südflanke der Westalpen, wie erwähnt i.M. ca. 20km Luftlinie vom Meer entfernt. Wer mag, kann von der Baisse de la Cabanette (1372m) den südlichen Alternativ-Aufstieg zum Turini mitnehmen: hin und zurück 20km. Dann schlängeln wir uns fast immer am Fels entlang grobe Richtung Westen (auch die Route führt in Schlangenlinien) hinab ins Tal der Var nach Saint-Martin-Du-Var. Der Var begegnen wir später wieder, verlassen sie aber jetzt gleich wieder, um auf ähnlicher Strecke wie bisher über diverse kleine Pässe die (nord)westliche Richtung zu halten. Zum Col de Felines geht’s dann nach Norden in die Gorges de Dalius, die eben durch den Fluss Var in den dunkelroten Fels geschnitten wurden. Die Schluchten beginnen harmlos, es wird dann aber immer abenteuerlicher. Vorher aber unbedingt zumindest einen kurzen Stop in Entrevaux mit seiner nicht minder spektakulär hoch über dem Ort auf einem Felshügel thronenden Burg. Nach den Schluchten in Guillaumes dann rechts über den Col de Valberg (1669m) zurück in den gleichnamigen Ort und unser Hotel Chastellan.