Kategorie: Schneider

Schneider CPC464 [Retro: Schneider]

Schneider CPC 464
Schneider CPC464

Auch der „erste“ Schneider CPC ist nun in meiner Sammlung. Wenn ich ehrlich bin, sind es sogar zwei. Den ersten habe ich aus Versehen ersteigert, der zweite war ein Schnäppchen auf einer Retro Veranstaltung in München. Dort hatte ich eine große Schachtel mit einem CPC gesehen und einfach mal mitgenommen. Wie sich herausstellte, war es ein CPC464,  GT64 Monitor, DDI-1 Diskinterface, FD-1, 30 Disketten und ein Stapel Kassetten. Dazu gab es noch Bedienungsanleitungen, Data-Becker Bücher, eine 512KB Speichererweiterung der Firma „data media Gmbh“ und noch einige Basic-Bücher.

Wie zu erwarten, war das FD-1 „defekt“ – konnte aber durch Austausch gegen einen neuen Laufwerksriemen wieder in Gang gesetzt werden. Der CPC war zwar mit einem gelben Stift beschriftet worden, konnte aber gereinigt werden. Wie ich dann feststellte hat der CPC sogar eine SP320 Speichererweiterung von Vortex und damit satte 320 KB mehr als normal 😉 Weiterlesen

Schneider CTM644 [Retro: Schneider CPC]

Schneider CTM644
Schneider CTM644

Der Schneider CTM644 ist ein Farbmonitor, der zusammen mit den Rechnern der Schneider/Armstrad CPC-Reihe verkauft wurde. Im Unterschied zum CTM640 hat der CTM644 eine zusätzliche 12V Stromversorgung für die Diskettenlaufwerke in den Modellen CPC664/CPC6128. Der Preis für einen CPC6128 lag 1986 bei 999 DM mit Farbmonitor bei 1.699 DM! (CPC464 798 DM/1.298 DM).

Als der CPC664 und der CPC6128 auf den Markt kamen, wurde der Bestand an CTM640 Monitore verkauft und nur noch die CTM644 ausgeliefert – auch mit dem CPC464. Aus diesem Grund, wurde der 12 V Ausgang als Anschluss für ein Kabel entwickelt, das vom CPC kommt, während alle anderen Anschlüsse mit Kabel versehen waren, die vom Monitor kamen.

Die sichtbare Bildschirmdiagonale beträgt 13,5“ – die Stromaufnahme 65W.

Als billigere Lösung gegenüber den Farbmonitoren gab es auch noch die Grünmonitore GT64/GT65 Weiterlesen

Athanor [Schneider CPC]

Athanor - Vorderseite
Athanor – Vorderseite

Athanor
Autor: Safar Games
Jahr: 2014/2015
Bestellen: Homepage
Rechner: Schneider CPC

Nun ist es mal an der Zeit für Abwechslung zu sorgen und ein Spiel für den Schneider CPC vorzustellen. 🙂

Bereits 2014 ist das Spiel Athanor erschienen. Das Team um den französischen Entwickler Eric Safar (Safar Games) hat nun das Spiel auch in englischer Sprache veröffentlicht. Gleichzeitig wurde der zweite Teil, der voraussichtlich dreiteiligen Reihe mit dem Namen „Athanor II – Legend of the Birdmen“ angekündigt.

Nach meiner Bestellung, bei der ich zwischen einer 3“ und einer 3,5“ Diskette wählen konnte, kam das Päckchen zügig an. In dem großen, schön gestalteten Umschlag ist die Diskette und eine zweisprachige (englisch und französische) Anleitung zu finden.
Dem vorderen Teil des Umschlags kann man dann noch ein paar Zugaben entnehmen. Diese sind, wie im Handbuch steht, zur Lösung des Spiels nötig.

Zugaben:
– eine Plan
– sieben „Kacheln“ mit Hinweisen
– ein versiegelter Umschlag mit einem numerischen Code
– ein letzter Hinweis

Der Zusammenhang
Athanor spielt im Süden von Italien im 12. Jahrhundert. Du bist ein Franziskanermönch der mit dem heiligen Auftrag ausgesendet wurde ein Kloster zu untersuchen in dem verdächtige Ereignisse viele Ängste geschürt haben. Du wirst diese Untersuchung leiten, um die Mysterien zu entdecken, die in diesem Kloster verborgen sind. Lass dich von deinem Gewissen leiten und du wirst größere Geheimnisse entdecken, als du dir jemals vorstellen kannst.

Spielweise
Wie bei einem Adventure üblich, müssen die Befehle eingegeben werden (in Englisch): Verb + Substantiv (Beispiel: examine door, search chest)

In einigen Fällen ist es erlaubt genauere Befehle zu geben: Examine left door
Wie auch immer, versuche einige Regeln zu respektieren:
– das Verb muss im Infinitiv sein
– das Substantiv muss in der Einzahl sein
Einige Basic-Dialekte sind weniger mächtig als andere um Befehle zu analysieren.
Du hast auch Zugriff auf folgende spezielle Befehle:
– INVENT: Zeigt das Inventar an
– EXIT: zeigt die verschiedenen Ausgänge der aktuellen Ansicht
– COMBINE or ASSEMBLE: diese Befehle erlauben es einen Gegenstand mit einem anderen zu kombinieren, um einen neuen Gegenstand zu erstellen (Beispiel:  combine rope1 rope2 bucket)
– FILLON, FILLOFF: Aktiviere/Deaktivieren der Füllung der Oberflächen (exklusiv für Oric Benutzer)

Athanor - Ladescreen
Athanor – Ladescreen

Entwicklung
Athanor wurde auf den alten Geräten, ohne Emulator oder einem Interface von Lotharek entwickelt. Die erste Version gab es auf Oric 1/Atmos. Die Grafik, Werkzeuge und Ansichten wurden auf einem Thomson To8D gemacht. Das meiste wurde in Basic und Assembler programmiert (6502, Z80, 6809, 8080 oder 68000)

Athanor - Screen
Athanor – Screen

MotherX4 [Retro: Schneider CPC]

Mother X4
MotherX4

Das MotherX4 ist ein Multislot-Board für den Schneider CPC, das es erlaubt bis zu vier Erweiterungen an die Rückseite anzuschließen – z.B. Minibooster und X-MEM (erkläre ich noch in späteren Artikeln :-))

Es wurde so entwickelt, dass es zwischen den CPC und den CTM passt – dabei hat es die gleiche Größe wie eine 3“ Diskette. Die PIN’s werden am Ende der Platine wieder herausgeführt und erlauben den Anschluss anderer CPC Erweiterungen, wenn ein „SCSI“ ähnliches Kabel mit 2×25 PINs verwendet wird. Es kann auch eine externe 5V/2A Stromversorgung angeschlossen werden, falls der Computer nicht genügend Strom für alle Erweiterungen zur Verfügung stellt.  Außerdem gibt es einen Reset-Knopf!

Das MoherX4 kostet zusammen mit einem passenden Centronics Kabel 14,90 € zzgl. Versandkosten und ist im Shop von Cent Pour Cent erhältlich

Wenn man die anderen hervorragenden Erweiterungen von Cent Pour Cent einsetzen will, ist das MotherX4 unverzichtbar. Die Qualtität ist sehr gut!

Mother X4 - Unterseite
MotherX4 – Unterseite

MegaFlash NG [Retro: Schneider CPC]

MegaFlash NG - miniHeute gibt es einen Bericht zu meiner ersten Erweiterung für den Schneider CPC. Ähnlich wie das EasyFlash für den C64 oder das ZXC3 für den Sinclair Spectrum gibt es das MegaFlash.
Das MegaFlash ist ein ROMBoard und stellt bis zu 32 virtuelle ROMs in einem einzelnen 512K Flash ROM zur Verfügung. Es kann direkt vom CPC mit der entsprechenden Software beschrieben werden. Die aktuellste (und auch zu diesem neuen Modell passende) ist ROMAN 2.0.
Da das MegaFlash auf Flash-Technologie basiert, wird auch keine Batterie wie es bei früheren Lösungen üblich war benötigt. Die ursprüngliche Hardware wurde 2011 von Bryce entwickelt und veröffentlicht.

Die neueste Version – das MegaFlash NG – gibt es als Bausatz von Spielquader für 24,95 € oder komplette bestückt auf Ebay. Ich hatte mir den Bausatz für meinen CPC6128 bestellt, in der Absicht es selbst zu löten – nach einer halben Stunde musste ich aber aufgeben, dazu fehlt mir einfach ein ruhiges Händchen. 🙂 Daher lies ich es von meinem Elektroniker um die Ecke bestücken. Den Einbau in das Gehäuse habe ich dann aber selbst geschafft. 🙂

Da ich nicht so der CPC Profi bin, musste ich mir selbst ein paar Fragen beantworten:
1. Wie bekomme ich die Software (ROMAN 2.0) auf meinen CPC?
Antwort: Da ich an meinem Rechner ein externes 3,5“ Disk-Laufwerk habe, konnte ich die Software (ROMAN 2.0)  die es im *.dsk format gibt, mit CPCDISKXP auf eine Diskette schreiben und so auf dem CPC starten. Danach kann man wie in der Anleitung beschrieben ROMAN selbst auf das MegaFlash schreiben und mit dem Befehl |ROMAN ohne Diskette starten.
2. Wie bekomme ich ROMS auf den CPC?
Hier hilft auch wieder CPCDISKXP. Damit kann man leere *.dsk Images mit Software befüllen (ROM-Files) und dann einfach wieder auf 3,5“ Disk schreiben und am CPC mit ROMAN in das MegaFlash laden.

MegaFlash NG
MegaFlash NG

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Retro: Schneider CPC – Hardwarevorstellung: All in One Box

All in One Box 4 miniDer Schneider CPC ist ein wirklich guter 8 bit Rechner – allerdings ist die Verkabelung etwas „seltsam“. Der CPC hat ja keinen eigenes Netzteil und kann ursprünglich nicht ohne einen passenden Monitor betrieben werden. Was also tun wenn man den Rechner an einen anderen Bildschirm (ob Fernseher oder TFT) anschließen will?

Dafür gibt es eine tolle Lösung 🙂 Wieder mal ein privates Projekt – die All in One Box. Was kann diese Hardware?

Als erstes versorgt die Box den CPC mit allen benötigten Stromanschlüssen – dafür hat sie ein eigenes externes Netzteil (12 Volt – 3 A), das mitgeliefert wurde. Auf der einen Seite hat sie einen Eingang für den Strom und einen Scart-Ausgang. Auf der anderen Seite finden sich die für den CPC benötigten Stromanschlüsse mit 5 Volt und 12 Volt. Außerdem gibt es einen Anschluss für die Verbindung zur Monitorbuchse und zum Soundanschluss. Mit dabei ist ein schön langer Kabelstrang mit allen benötigten Kabeln – das einzige das noch benötigt wird ist ein Standard-Scartkabel, das voll beschaltet ist. Es ist also nicht nötig ein spezielles Kabel zu besorgen.

All in One Box - Strom- und Scartanschluss
All in One Box - Strom- und Scartanschluss
All in One Box - Eingangsseite
All in One Box - Eingangsseite
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Retro: neu in der Sammlung – Schneider CPC6128

Schneider CPC 6128 miniDurch Zufall bin ich nun auch noch zu einem anderen wichtigen Computer der 8-bit Computergeschichte gekommen – den Schneider CPC6128 – diesen habe ich zusammen mit dem Grün Monitor „GT 65„, einem externen 3“ Diskettenlaufwerk und einem Stapel 3“ Disketten erhalten. Den Rechner konnte ich sofort testen – das externe Diskettenlaufwerk noch nicht – da hier das Verbindungskabel zum CPC fehlt.

Geschichte

Der Ursprung der Geräte ist England – dort wurden Sie von der Firma Amstrad produziert und vertrieben – für Deutschland übernahm die Firma Schneider den Vertrieb. Das erste Modell der Baureihe war 1984 der Schneider CPC464 mit 64kB Speicher. Dieser hatte ein integriertes Kassettenlaufwerk – das 3“ Diskettenlaufwerk (FD1) mit Controller (DDI1) war extra erhältlich. 1985 wurde der Rechner zum Computer des Jahres gewählt.

1985 kam dann das Modell CPC664 auf den Markt, welches eine leicht verbesserte Tastatur sowie ein internes 3“ Diskettenlaufwerk hatte. Nach kurzer Zeit kam bereits der Nachfolger CPC6128 (ebenfalls 1985) auf den Markt. Dieser hatte zusätzlich zu dem integrierten Diskettenlaufwerk nun 128kB RAM.

 Schneider CPC 6128
Schneider CPC 6128

Der Rechner wurde meist in einem Paket mit dem Monitor verkauft – daher war der CPC preislich sehr aktiv. Der C64 war hier teurer, da das Diskettenlaufwerk als auch ein Monitor immer extra erworben werden mussten.

Technisch war der Schneider (Amstrad) auf der Höhe der Zeit und konnte mit dem Commodore 64 mithalten. Teilweise waren sie diesem sogar überlegen – bis auf das Fehlen der Hardware-Unterstützung für Sprites.

Nach dem Einschalten des CPC landet man direkt in dem im ROM enthaltenen Locomotive Basic. Durch den verwendeten Prozessor Z80, gab es auch eine Kompatibilität zum Betriebssystem CP/M 2.2 (64 kB) oder CPM/M 3.0 (128 kB) das per Diskette nachgeladen werden konnte. Weiterlesen