Sanwa 9012 [Pong-Konsolen]

Sanwa 9012
Sanwa 9012

Das „Color-Tele-Spiel mit Pistole“ bzw. Sanwa 9012 habe ich bei Ebay ersteigert und konnte damit die kleine Sammlung an Pong-Konsolen etwas erweitern. Das Gerät ist in einem tollen Zustand inklusive Verpackung (ohne Styropor) und Anleitung angekommen und war gut verpackt.  Der Hersteller Sanwa wird auf der deutschen Verpackung nicht erwähnt, sondern nur auf dem Gerät selbst. Auf der Vorderseite der Verpackung werden sechs Spiele erwähnt sowie verschiedene Einstellungen auf der Seite der Schachtel.

Spiele: Tennis, Squash, Handball, Hockey und zwei für die Lichtpistole: Tontaubenschießen und Treibjagd. 
Einstellungen: Netz, Spielgeschwindigkeit, Winkel, Schlägerlänge, Aufschlag

Die kleinen Controller mit Drehknöpfen werden links und rechts an der Konsole angeschlossen, wobei die Kabel selbst auf der Unterseite der Controller verstaut werden können. Das wurde auch mit dem Antennenkabel für die Verbindung der Konsole selbst so gelöst, die auch mit Batterien (sechs Stück) betrieben werden kann.
Auf der Oberseite des Sanwa sind die Regler für die verschiedenen Einstellungen des Geräts und auf der Rückseite der Anschluss für das Netzteil (9 Volt/100 mA) sowie der 5 polige DIN-Anschluss für die Pistole.
Für alle Leser, die etwas jünger sind: Diese Pistole benötigt einen alten Röhrenfernseher, damit sie funktioniert. Mit einem modernen TFT-Bildschirm ist das wegen der neuen Technik nicht mehr möglich.

Sanwa 9012
Sanwa 9012 - Verpackung Vorderseite
Sanwa 9012 - Verpackung seitlich
Sanwa 9012 - Bedienungs-Anleitung
Sanwa 9012
Sanwa 9012 - Rückseite
Sanwa 9012 - Controller
Sanwa 9012 - Pistole
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In dem 1977 erschienen Sanwa 9012 wird als Prozessor ein AY-3-8500 von General Instruments eingesetzt. Dieser ab 1976 produzierte Chip – Spitzname: Ball & Paddle – enthielt alle Komponenten, die für die Ausführung von sieben Spielen (zwei davon Schießspiele) notwendig waren: Abfrage der Controller, Ausführung der Spielmechanik, Ton- und Bilderzeugung.

Angeblich wurde das Gerät für den deutschen Markt entwickelt und verkauft – es taucht aber mit anderen Namen und Gehäuseformen immer wieder auf – u.a. auch als Poppy 9012 oder vom Hersteller R10. Sanwa hatte seinen Sitz in Hongkong und die nächste Konsole – das Sanwa 9015 – war dann schon mit einem Modulschacht ausgerüstet und somit ein Gerät der zweiten Konsolengeneration.