2

Retro: ZX Spectrum – Interface 1bis – Teil 2

Interface 1bis

Interface 1bis

Nun zu Teil 2 der Artikelreihe rund um das Interface 1bis. Diese Mal lautete das Thema:

Benutzung der SD-Karte

Die SD-Karte sollte im ausgeschalteten Zustand eingelegt werden. Wenn die Karte erkannt wurde, leuchtet nach dem Einschalten das C LED.
Im Gegensatz zu anderen Lösung bei den Speccys, kann diese SD-Karte nicht einfach am PC befüllt werden!

Befehle

FORMAT

FORMAT „m“;0

Damit wird nicht wirklich etwas formatiert oder gelöscht 😉
Die SD-Karte muss auch nicht partitioniert werden, da sie automatisch in bis zu 255 logische Laufwerke unterteilt wird, die alle 32MB groß sind.
Diese Laufwerke müssen vor der Benutzung formatiert werden:

FORMAT „m“; d

d ist die Nummer des Laufwerk! Bei einer 1GB Karte sind es ungefähr 58 Laufwerke – ich denke man kann sich hier ein kurzes BASIC-Programm schreiben, welches das formatieren übernehmen kann 😉
Wenn die Karte größer als 8GB ist, wird’s etwas komplizierter – Dann gibt es mehrere Volumes auf einer SD-Karte (diese werden mit A bis O bezeichnet). Der Name des Volumes folgt nach dem Gerätenamen:

FORMAT „me“;22

Hier würde auf Volume „E“ das Laufwerk 22 formatiert…..
Außerdem können noch die Zuordnungseinheiten eingestellt werden:

FORMAT #c;“m“;d

„c“ ist die Zuordnungseinheit – 2, 4, 8, 16
Zum Glück hat der Entwickler schon zwei Programme geschrieben um das Leben mit der SD-Karte etwas komfortabler zu machen.
Zum einen gibt es das Programm „COPYTREE“ mit dem man schnell Daten/Verzeichnisse kopieren kann.
Noch wichtiger ist der „Game Launcher“ den es auf der Homepage zum Download gibt. Für diesen ist allerdings ein Update der Firmware nötig 😉
Wenn man die Datei heruntergeladen hat, muss sie am besten auf Laufwerk 1 der SD Karte gespeichert und in RUN umbenannt werden (Kopie vom Server-Laufwerk – siehe Teil 3). Damit kann das Programm dann einfach mit „RUN“ geladen und gestartet werden.
Leider ist die Länge der Dateinamen auf 10 beschränkt – sollten sie länger sein, werden die Namen gekürzt.
Damit kann man dann einfach zwischen den Geräten, Laufwerken und Verzeichnissen wechseln und natürlich Programme starten!

Interface 1bis FORMAT

Interface 1bis – FORMAT

CAT

CAT „m“;d
CAT d
CAT

Damit wird das Inhaltsverzeichnis der SD-Karte angezeigt, wobei „d“ wieder für das Laufwerk steht.

Die Dateinamen erscheinen in der ersten Spalte der Ausgabe durch den CAT Befehl, während die zweite Spalte die Dateiendungen anzeigt:

Interface 1bis CAT

Interface 1bis – CAT

  • P – BASIC Programm (.ZZP)
  • N – Nummern Array (.ZZN)
  • A – String Array (.ZZA)
  • C – Code Block (.ZZC)
  • F – PRINT File (.ZZF)
  • X – Text File (.TXT)
  • B – Binäre Datei (.ZZB)
  • S – Screen Dump (.SCR)
  • T – Tape Datei (.TAP)
  • Z – Snapshot (.Z80)
  • D – Directory

Die dritte Spalte zeigt die Dateigröße an und die vierte:

  • die Startzeilennummer von BASIC Programmen
  • den Array Namen oder
  • die Lade Adress von „CODE“ Blöcken

Der freie Speicher auf dem logische Laufwerk wird als Anzahl von Zuordnungseinheiten (Clusters) angezeigt.

Hier die anderen Teile der Artikelreihe:

2 Kommentare

  1. Betr. : Benutzung der SD-Karte am Interace 1bis für ZX Spectrum

    Hallo Herr Jungsberger,

    Eine Frage :

    kann man die SD-Karte auch im eingeschalteten Zustand einlegen und rausnehmen ?

    Wenn ich ein neues Programm schreiben will und ich habe vergessen die SD-Karte einzulegen und der PC als Server ist nicht vorhanden! Was dann ?

    Für Antwort danke ich Ihnen im voraus und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen

    Roland T. Bogdan

  2. Hallo Herr Bogdan,
    ich habe es gerade mal kurz getestet und es hat geklappt, SD-Karte während des Betriebs einzulegen und dann zu verwenden.
    Wie für alles in diesem Bereich gibt es keine Garantie das das immer funktioniert. Da man nach dem Einlegen der SD-Karte diese über den NMI-Taster
    einbinden muss, besteht auch die Gefahr diesen Taster zu kurz oder zu lang zu drücken und damit evt. einen Reset auszulösen, was in Ihrem Fall
    sicher nicht schön wäre:-)
    Viele Grüße
    Gerhard Jungsberger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.