Retro: Sinclair ZX Spectrum – Diashow

DiaShow klNachdem ich vor einigen Wochen auf eine Seite mit einer tollen Sammlung an Screens für den ZX Spectrum gestoßen bin, hatte ich die Idee daraus eine Diashow zu machen. Diese wollte ich für mehrere Interfaces zur Verfügung stellen. Leider erfordert jedes Interface sein eigenes Programm und hatte seine Eigenheiten.

Alle SCREENS sind hier zu finden: ZX Art – Vielen Dank für die tolle Sammlung – ich entdecke immer wieder neue tolle „Bilder“

Als erstes hätte ich hier die Diashow für das Disketteninterface Datel Plus D:

Datel Plus D
Datel Plus D

-> Dia Show Datel Plus D/PlusDlite

Hier war der Aufwand der höchste. Leider kann man hier nicht einfach die Screens auf eine Diskette kopieren und noch schnell das Programm schreiben,
das die Diashow dann abspielt. Ich bin wie folgt vorgegangen:
1. Das Datel Plus D in einem Emulator (z.B. Spectaculator) einbinden
2. die Screens laden
3. mit der Snapshotfunktion die Screens auf das Image der Diskette im Emulator speichern
4. das Programm zum Abspielen der Diashow schreiben
5. das Image auf Diskette schreiben (Samdisk) – siehe auch meinen Artikel hier:

Dabei bin ich aber auf zwei Probleme gestoßen: Die Images in den Emulatoren gingen nach 50-60 Dateien „kaputt“. D.h. es wurden am Schluss des Disketteninhalts
nur noch unsinnige Zeichenfolgen angezeigt. Nachdem mir das bei zwei verschiedenen Emulatoren passiert ist, fragte ich im WOS-Forum nach, wo dieses Problem
bestätigt wurde. Die einzige Möglichkeit, die restlichen Dateien „sauber“ auf die Diskette zu bekommen war das Tool ZX-Blockeditor. Das zweite „Problem“ war, das die Disketten nur 80 Einträge im Directory zulassen, so dass auf der Diskette systembedingt nur 78 Screens sind (+ die Systemdateien des Plus D und die Diashow)

Bedienung:
1. Diskette einlegen
2. Sinclair mit angeschlossenem Plus D einschalten
3. RUN + Enter zum Starten des Plus D Systems und der Diashow

Als zweites habe ich mich an die DiaShow für das Netzwerkinterface Spectranet gemacht:

Spectranet
Spectranet

-> DiaShow Spectranet

Das war relativ einfach zu lösen. Eine Screen-Datei kann man hier mit %aload“10.scr“ CODE 16384 laden. Der Rest ist dann nur noch eine Schleife. Um es etwas übersichtlicher zu machen, habe ich die Screens in einen Unterordner mit Namen „diashow“ kopiert.

Bedienung:
1. File auf ein „Server-Laufwerk“ entpacken
2. Diashow mit %load „dia“ laden

Die dritte Variante ist für das DivIDE mit der „Firmware“ ESXDOS gedacht:

DivIDE plus
DivIDE plus

-> DiaShow DivIDE ESXDOS

Auch hier war es wieder ziemlich schnell gelöst. Hier lautet der Befehl zum Laden einer SCREEN-Datei: LOAD *“10.scr“ SCREEN$. Auch hier wieder alle Bilder sauber in einen Unterordner verpackt.

Bedienung:
1. File auf eine CF-Karte entpacken
2. Diashow mit LOAD *“DIA“ laden

Die letzte Variante ist für das zuletzt erschienen Interface 1bis, bei dem es ja mehr Möglichkeiten gibt:

Interface 1bis
Interface 1bis

-> Diashow Interface 1bis

Das war leider die schwierigste Variante. Hier ist es zwar nicht schwer einen SCREEN zu laden (LOAD „m“;1;“10.scr“ S), aber wenn man mehrere hintereinander mit einer Schleife laden will, gabs Probleme. Ich kam auf keine funktionierende Variante den Dateinamen mit einer Variablen zu übergeben. Ich wandte mich wieder mal an Dan Antohi, der mir bestätigte, das das tatsächlich so nicht funktioniert und er das prüfen wolle.
Da ich zu dem Thema schon etwas im SPC Forum geschrieben hatte, kam der Forums-Kollege ZXHeinz auf eine tolle Idee für eine erste Version. Das Programm verstehe ich bis heute nicht (PEEK und POKE usw.) aber es funktionierte tatsächlich! Danke nochmal dafür. 🙂

Inzwischen hat Dan Antohi das alles angepasst, so dass es nur noch ein paar Programmzeilen sind und das sogar ich geschafft hab zu „programmieren“. Es kann sehr einfach den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Bedienung:

1. Datei auf Laufwerk C (am Server) entpacken! (den ganzen Ordner)
2. Diashow mit LOAD *“v“;1;“/c/diashow/diashow“ laden

Ich hoffe das diese Shows einigermaßen funktionieren und ich mich nicht zu stark damit blamiere. Die Dateien zum Download liegen dieses Mal alle in meiner Ubuntu-Cloud da sonst mein Server für den Blog bald keinen Platz mehr hat. 🙂