Sinclair ZX Spectrum

When Alex Didn’t Do It [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

Letzte Aktualisierung am

When Alex Didn’t Do It [Retro: Sinclair ZX Spectrum]

When Alex Didn’t Do It
Autor: Stephen Nichol
Jahr: 2014
Rechner: Sinclair ZX Spectrum

When Alex Didn't Do It 213 KB

When Alex Didn’t Do It – ein klassisches Text-Adventure mit Grafik

Ein Spiel in dieser Art habe ich noch nicht so oft vorgestellt: ein klassisches Text-Adventure mit Grafik. Oben erscheint dazu passend eine Grafik, unten der dazugehörige Text – und ganz unten gebt ihr die Befehle ein.

Entwickelt wurde das Spiel mit dem Graphic Adventure Creator (GAC), einem Tool, das 1985 für den Schneider CPC 464 erschien und später auf den Sinclair ZX Spectrum sowie weitere Systeme portiert wurde.

Konzept

Für alle, die es nicht kennen: Das Konzept ist den „Entscheide selbst”-Büchern mit mehreren Pfaden nicht unähnlich. Auch dort führen nur die richtigen Entscheidungen zur Lösung der Geschichte – so ähnlich verhält es sich hier. Um im Spiel weiterzukommen, müsst ihr Wörter eintippen und sie mit RETURN bestätigen.

Einleitung des Autors: Nach der Party in der vorherigen Nacht wachst du in einer bekannten Umgebung auf, in der einige ungewöhnliche Ereignisse geschehen sind.

Gameplay

Der Einstieg ist angenehm leicht: Am Anfang des Spiels wird vieles automatisch erledigt – etwa dass Gegenstände beim Lösen eines Puzzles direkt ins Inventar wandern. Später müsst ihr selbst nach den Gegenständen Ausschau halten und sie per GET oder TAKE aufnehmen.

When Alex Didn't Do It - Screen
When Alex Didn’t Do It – Screen
Level

Das Spiel besteht aus drei Teilen, die jeweils separat geladen werden müssen. Leider gibt es keinen kompletten Walkthrough – auf YouTube habe ich nur einen kurzen Ausschnitt gefunden – siehe am Ende des Artikels.

Lernkurve

Die Steuerung beginnt bewusst simpel und wird im Verlauf komplexer: Zunehmend müsst ihr selbst überlegen, welche Befehle ihr braucht, wo Gegenstände liegen und wie Puzzles gelöst werden. Dadurch wächst das Spiel langsam mit euren Fähigkeiten – ohne dass ihr am Anfang schon das ganze Inventar beherrschen müsstet.

Technik

Aufgrund des beschränkten Speichers ist der Befehlsumfang bewusst schmal gehalten – was die Steuerung verständlich hält. Englisch sollte man allerdings können, denn es gibt das Spiel nur in dieser Sprache.

Die komplette Liste der Befehle (mit Beispielen) könnt ihr jederzeit mit HELP (+ RETURN) aufrufen. Ein Hinweis am Rande: Im Gegensatz zu einem Kompass zeigt der Richtungsindikator nicht immer nach Norden, sondern in die Richtung, in die ihr gerade blickt.

Übrigens akzeptieren Spiele, die mit dem GAC erstellt wurden, auch mehrere Befehle in einer Kette – getrennt durch THEN: Go North THEN Go East THEN Examine Shoes THEN Get Shoes

Fazit

Toll! Das erinnert an die guten alten Adventure-Zeiten, wenn ihr stundenlang vor dem Bildschirm saßt und euch die Texte durchlest. Nebenbei verbessert sich euer Englisch – das Wörterbuch lag mir damals immer griffbereit. Und genau das war auch ein gutes Argument, um den Eltern den Rechner „schmackhaft” zu machen.

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