Philips Odyssey 2001 [Pong Konsolen]

Odyssey 2001
Odyssey 2001

Das Philips Odyssey ist ein Klassiker der Konsolen Historie und hat als Ursprung die Magnavox Odyssey aus dem Jahr 1972. Der Prototyp dieses Geräts wurde von 1966 bis 1968 von Ralph H. Baer entwickelt und Brown Box genannt.
1974 wurde Magnavox von Philips aufgekauft und veröffentlichte im Zeitraum 1975 bis 1977 insgesamt acht verschiedene Spielkonsolen. Der Name der Konsole wurde in den USA nicht geändert, in Europa wurden die Geräte als Philips Odyssey vermarktet.
Bei meinem Gerät handelt es sich um die Philips Odyssey 2001 und ist 1977 auf den Markt gekommen. Es handelt sich dabei um die Philips-Version der Magnavox-Odyssey 4000, wobei es Unterschiede in den Spielen gibt. Außerdem hatte die europäische Konsole abnehmbare Paddles (Drehknöpfe) an Stelle von Joysticks.
Als Chip wird ein National Semiconductor MM-57105-Chip verwendet, der die Spiele Tennis, Hockey und Sqash enthält und Farbe sowie Ton unterstützt. Im Gegensatz zu den meisten PONG-Spielen kam der Ton direkt aus dem Fernseher. Die Paddles sind fest verdrahtet, können also nicht abgenommen werden.

Wird die Konsole geöffnet kann man sehen, dass die ganze Platine eigentlich auch in das Gehäuse eines Gameboys gepasst hätte. Das lässt sich von außen nicht vermuten. Die Unterseite ist lediglich mit einer „Schraube“ die auch mit einer Münze geöffnet werden kann.

Die Spielauswahl erfolgte einfach durch Drücken der Taste eines der beiden Controller, sodass die Spieler von einem Spiel zum anderen wechseln konnten. Die Dokumentation dieser Konsole existiert in zehn Sprachen, obwohl nur vier ausländische Patente auf der Rückseite des Systems abgebildet sind. Die genaue Anzahl der Länder, in denen dieses System verkauft wurde, ist noch unbekannt. Dieses System ist recht verbreitet, und Deutschland scheint das Land zu sein, in dem es am erfolgreichsten war.

Meiner Konsole, bei er zumindest der Originalkarton vorhanden ist, lag die Anleitung in acht verschiedenen Sprachen bei – ein beidseitig bedrucktes DIN-A4-Blatt.

Tipp:
Das Netzteil benötigt 12V – innen plus – außen minus

Alle die sich für die Anleitungen interessieren finden hier den Download:

Anleitungen Philips Odyssey 2001 im PDF-Format

Aus der Originalanleitung

Mit dem Odyssey 2001 haben Sie eines der aufregendsten Spiele der letzten Jahre erworben – ein Spiel, das Ihnen die Spannung des Sportplatzes ins Wohnzimmer bringt. Testen Sie Ihre Reaktionsgeschwindigkeit und die Ihrer Gegenspieler mit dem Odyssey 2001!

  • Die drei Spiele: EISHOCKEY, TENNIS UND SQUASH
    Der Odyssey 2001 stellt eine Reihe spieltechnischer Anforderungen und besitzt aktionsfördernde Eigenschaften, die in jedem Spiel zur Geltung kommen:
  • die Art des Spiels wird mit der Spiel-Wähltaste festgelegt; nach Druck auf die Taste erscheint die nächste Spielart.
  • jedes Spiel endet, wenn einer der Spieler 15 Punkte erreicht hat.
  • durch Druck auf die Nullstelltaste kann die Punktanzeige wieder auf 0-0 gestellt werden.
  • die Nullstelltaste dient auch zur Verkleinerung eines Spielers (beispielsweise, wenn die Spieler zu unterschiedliche Leistungen aufweisen oder um das Spiel spannender zu machen). Bewegen Sie zu diesem Zweck den Spieler, dessen Größe geändert werden soll, ganz nach oben und drücken Sie dann die Nullstelltaste. Die Punktanzeige geht automatisch auf 0-0 zurück.
  • nachdem der Ball viermal von einem Spieler zurückgespielt worden ist, ohne dass ein Punkt gegeben wurde, wird die Spielgeschwindigkeit automatisch erhöht. Wenn nun ein Punkt gegeben wird, schaltet der Odyssey 2001 wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit zurück
  • der Ton, der hörbar wird, wenn Ball und Spieler zusammentreffen, kann mit dem Lautstärkeregler des Fernsehempfängers eingestellt werden.
  • wollen Sie allein spielen, müssen Sie den blauen Knopf ganz nach links drehen. Dieser Spielerknopf ist dann ausgeschaltet. Die Spiel-Wähltaste kann aber weiter benutzt werden, und Sie spielen mit dem grünen Knopf – von der Stelle aus, wo der Spieler sich befindet, wird automatisch angegeben, und der Ball kommt vom Spieler selbst.
  • der angebende Spieler kann bestimmen, wann der Ball ins Spiel kommen soll; solange der Spieler ganz nach oben gedreht ist, wird nicht angegeben.