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Sinclair ZX Spectrum

Manic Panic [Sinclair ZX Spectrum]

Jungsi 18. November 2024 3 Min. Lesezeit

Manic Panic
Autor: Norman Sword
Jahr: 2020
System: Sinclair ZX Spectrum
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Norman Sword, der Entwickler von Manic Panic, ist in der Gemeinschaft der Manic Miner- und Jet Set Willy-Anhänger wohlbekannt. Er wird als einer der führenden Klon-Entwickler für die Abenteuer von Miner Willy angesehen und brachte 2020 ein Meisterwerk heraus, das sich in Qualität mit The Perils of Willy und Manic Pietro messen kann, allerdings in leicht unterschiedlichen Dimensionen.

Norman Sword bietet uns 30 Level, die im Stil des klassischen Manic Miner gehalten sind. Während einige Bildschirme von den Originalen inspiriert sind, sind andere weniger offensichtlich angelehnt (insbesondere die von Arcade-Klassikern inspirierten sind von unschätzbarem Wert). Das Spiel führt auch viele neue Elemente ein, wie verschiedene Feinde und Hindernisse sowie zusätzliche Ebenen mit Mechanismen wie Hebeln, die Wegpunkte freischalten. Bedeutsam ist auch, dass in manchen Spielmodi das Berühren von Feinden nicht sofort zum Tod führt, sondern stattdessen einen Teil des verbleibenden Sauerstoffs abzieht, der benötigt wird, um das Level zu beenden.

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Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 20: Whistler nach Vancouver

Jungsi 16. November 2024 2 Min. Lesezeit

Der letzte Fahrtag hat immer eine eigene Qualität. Man ist noch voll dabei, aber irgendwo im Hinterkopf weiß man schon: das war’s.

Vom Whistler Village südwärts auf dem Sea to Sky Highway. Der Squamish River fließt türkisfarben neben der Straße, der Tantalus Lookout zwingt zum Anhalten, und bei Britannia Beach öffnet sich der Howe Sound: Fjord, Berge, Meer. Nach Wochen im Interior trifft das.

Dann Vancouver. Das Cockpit der Yamaha zeigt beim Abstellen 4.599 Kilometer – für die gesamte Tour. Von Vancouver über Vancouver Island, die Inside Passage nach Prince Rupert, Stewart an der Alaska-Grenze, durch das Landesinnere nach Jasper, den Icefields Parkway südwärts, durch Kootenays und Okanagan, Kamloops, Whistler – und zurück nach Vancouver. Eine vollständige große Runde durch British Columbia und Alberta.

Das Motorrad wird abgegeben. Gepäck ausgepackt, Jacke zum letzten Mal ausgezogen.

Den Abend verbrachten wir zu Fuß: Coal Harbour, Float Homes, die Terrasse bei Cardero’s direkt am Wasser. Boote, Berge, Sommerlicht.

4.599 Kilometer. Eine große Runde. Fertig.

Vectrex

Vectrex Overlays [Vectrex]

Jungsi 15. November 2024 3 Min. Lesezeit

In diesem Artikel geht es um eine doppelte Bedeutung: Einerseits stelle ich zwei Overlays für die Vectrex-Spiele Unicorn Galaxy und Beluga Dreams vor, die ursprünglich ohne diese bunten Folien veröffentlicht wurden. Andererseits ist „Vectrex Overlays“ auch der Name des Herstellers, der diese zusätzlichen Overlays anbietet. Beide Overlays kommen in entsprechenden Schutzhüllen.

Für die Vectrex-Konsole sind nicht nur Overlays, sondern auch attraktive Bezel-Overlays erhältlich. Diese lassen sich leicht anbringen und können ohne Rückstände wieder entfernt werden.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und mit dem Hersteller Ralf ein kurzes schriftliches Interview geführt:

Jungsis Corner: Wie bist du zur Vectrex gekommen? Was fasziniert Dich an Vectrex?
R.P.: Hierzu kannst du, wenn du möchtest, am besten ein YouTube-Video ansehen.
In der fünften Folge der Vectrexschau gibt es ein Interview von mir. Ab der 50. Minute bin ich zu sehen:

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Nachbauten & Klone

The Next War [ZX Spectrum Next]

Jungsi 13. November 2024 3 Min. Lesezeit

The NEXT War
Autor: W.A.S.P. Studios
Jahr: 2021
System: ZX Spectrum NEXT
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„The NEXT War“ von W.A.S.P. Studios ist ein Tower-Defense-Strategiespiel für den Spectrum NEXT. Was ist das für ein Spielgenre? Tower-Defense-Spiele sind eine Unterart der Strategiespiele, bei denen der Spieler eine bestimmte Position oder ein Gebiet gegen herannahende Gegner verteidigen muss. Man errichtet verschiedene Verteidigungsstrukturen wie Türme oder Geschütze entlang eines festgelegten Pfades, um die Angreifer am Erreichen ihres Ziels zu hindern.

Bekannte Tower-Defense-Spiele wie Plants vs. Zombies, Defense Grid: The Awakening und Kingdom Rush sind oft sehr packend und verlangen strategisches Denken, um optimale Verteidigungspositionen und Kombinationen zu entwickeln.

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Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 19: Kamloops nach Whistler

Jungsi 12. November 2024 2 Min. Lesezeit

Der 10. Juli war landschaftlich der vielfältigste Tag der ganzen Tour – in weniger als 400 Kilometern durchquert man gefühlt vier verschiedene Klimazonen.

Los geht es vom South Thompson Inn, noch bevor die Hitze des Vortags wieder einsetzt. Der erste Stopp kommt kurz nach Kamloops: der Kamloops Lake Viewpoint auf dem Trans-Canada Highway. Der See liegt tief im Tal, spiegelglatt und von kahlen, gelbbraunen Hügeln umgeben – typische Interior-Landschaft, weit und trocken. Weiter geht es durch Cache Creek, wo die Halbwüste ihren Höhepunkt erreicht: Salbei am Straßenrand, keine Bäume, kaum Schatten.

Dann biegt die Route nach Westen auf den Highway 12 nach Lillooet – und hier beginnt das eigentliche Spektakel. Der Fraser River Canyon bei Lillooet ist eine andere Kategorie. Der Fluss ist milchig grün, breit und wild, eingebettet zwischen steilen, erodierten Berghängen. Am Fraser River Viewpoint hoch über der Stadt blickt man auf das Tal hinunter, wo Thompson und Fraser aufeinandertreffen – zwei Flüsse, zwei Farben, ein beeindruckender Zusammenfluss. Und direkt darunter: alte Eisenbahnbrücken aus dem frühen 20. Jahrhundert, die aussehen, als wären sie aus einem Western.

Nach Lillooet beginnt die Duffey Lake Road – der Highway 99 durch die Coast Mountains, auf über 1.100 Meter hinauf. Die Landschaft wechselt schlagartig: Weg mit der Halbwüste, her mit Urwald, Schneebergen und einem kristallklaren Bergsee. Hier fühlt man zum ersten Mal auf dieser Reise wieder etwas wie Kühle. Gut so.

Das letzte Stück führt durch Pemberton und dann den Sea to Sky Highway hinunter nach Whistler. Ankunft am Abend – und direkt in den laufenden Crankworx-Betrieb: Der Fitzsimmons Express lädt Mountainbiker nach oben, die Dirt-Rampen sind frisch aufgebaut, überall Lärm und Betrieb. Wir gehen nur schauen. Ein kurzer Spaziergang durch das Whistler Village bis zu den Olympischen Ringen – Denkmal der Winterspiele 2010 – beendet einen langen, abwechslungsreichen Tag.

Commodore Amiga 1200

ASM – Das Computerspiel [Commodore Amiga]

Jungsi 11. November 2024 3 Min. Lesezeit

ASM – Das Computerspiel
Autor: Michael Kafke/David Schwen/ Ronald Voß
Jahr: 1991/2023
System: Commodore Amiga
Homepage

Die ASM – Aktueller Software Markt – war in meinen frühen Computerjahren die bedeutendste Zeitschrift. Sie berichtete regelmäßig über Spiele – u. a. für den Commodore 64, Sinclair Spectrum, Schneider CPC und später auch für den Commodore Amiga und Atari ST. Im Jahr 1991 kam bei der ASM die Idee eines Wettbewerbs auf, bei dem die Leser ein Grafikadventure entwickeln sollten, in dem die Redakteure zu Spielfiguren werden. Aus diesem Anlass kreierten die beiden Teenager Michael Kafke und Daniel Schwen, die sich kurz zuvor kennengelernt hatten, die erste Version ihres Spiels. Als Inspirationsquelle diente ihnen ein ASM-Sonderheft mit einem Artikel namens „Ein Tag in der Redaktion“. Michael war für den Programmcode zuständig und Daniel für die Grafiken. Sie hatten sechs Monate Zeit für die Entwicklung, verloren jedoch nach zwei Monaten aufgrund eines Virus alle Daten. Als die Abgabefrist näher rückte, wurde es eng mit der Zeit, und Michael musste am letzten Tag noch Fehler beheben.

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Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 18: Osoyoos nach Kamloops

Jungsi 8. November 2024 2 Min. Lesezeit

Der 9. Juli war der heißeste Tag der Tour. Das war schon morgens beim Losfahren absehbar – um 10 Uhr war es bereits drückend warm, und die Landschaft nördlich von Osoyoos macht es einem nicht leichter: Die Similkameen Valley ist schön, keine Frage, aber das Okanagan im Hochsommer ist Halbwüste. Salbei am Straßenrand, goldbraune Hügel, kaum Schatten, die Straße flimmert. Weinberge links, Obstplantagen rechts, und irgendwo dahinter der Dunst der Hitze.

Schön zum Fahren trotzdem – diese breiten Täler haben etwas fast Amerikanisches, und der Highway läuft sich gut. Aber man trinkt viel. Sehr viel.

Irgendwo zwischen Penticton und Merritt dann die Erkenntnis, dass das Thermometer im Cockpit der Yamaha keine Übertreibung ist: 40 Grad. Das Display zeigt es nüchtern an, als wäre es die normalste Sache der Welt. In voller Motorradausrüstung ist das eine andere Kategorie von warm.

Kamloops liegt im Tal des Thompson River, umgeben von kahlen, braunen Hügeln – auch das keine Stadt, die durch besondere Kühle auffällt. Aber das South Thompson Inn östlich der Stadt war eine gute Wahl: ein älteres Anwesen direkt am South Thompson River, große Wiesen, Weidenbäume, Kanadagänse auf dem Rasen. Ruhig, grün, sehr viel angenehmer als die Innenstadt bei dieser Hitze.

Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 17: Osoyoos

Jungsi 4. November 2024 2 Min. Lesezeit

Der 8. Juli stand unter einem anderen Vorzeichen: kein Gepäck packen, kein Routencheck, kein Helm. Einfach mal nichts.

Osoyoos ist dafür der richtige Ort. Die Stadt lebt im Sommer vollständig für den See und die Sonne, und man wird da schnell mitgezogen. Der Osoyoos Beach Walk am frühen Abend – ein breiter Weg direkt am Ufer, schattige Bäume, Bänke, im Hintergrund immer das Wasser und die nackten braunen Berge – ist genau das richtige Tempo für einen Ruhetag. Menschen schwimmen, paddeln, sitzen einfach rum. Die Hitze hat sich etwas gelegt, aber es ist immer noch warm genug, um das Hemd nicht zu brauchen.

Zum Abendessen dann das Owl Pub direkt am See – klassische Sportsbar mit Blick auf den Osoyoos Lake, Baseball auf allen Bildschirmen gleichzeitig, und eine dieser Sharing-Platten, bei denen man am Ende nicht mehr weiß, was man alles gegessen hat. Chicken, Nachos, Kartoffeln, diverse Saucen. Gut so.

Der Abschluss des Tages war dann unschlagbar: Sonnenuntergang über dem See, vom Balkon des Hotels aus. Orange, Rot, die Berge als Silhouette, ein paar Boote noch auf dem Wasser. So ein Abend kostet nichts und macht trotzdem mehr Eindruck als mancher Highlight-Stop auf der Strecke.

Manchmal ist der beste Tag einer Reise der, an dem man einfach bleibt.

Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 16: Nelson nach Osoyoos

Jungsi 31. Oktober 2024 2 Min. Lesezeit

Der Highway 3 – auch bekannt als der Crowsnest Highway – ist eine dieser Straßen, die man als Motorradfahrer einfach gemacht haben muss. Auf rund 280 Kilometern von Nelson bis Osoyoos wechselt die Landschaft so dramatisch, dass man kaum glaubt, denselben Tag zu erleben.

Los ging es am Morgen des 7. Juli in Nelson, Motorräder vollgeladen, Temperatur noch angenehm. Die ersten Kilometer führten den Kootenay Lake entlang, dann westwärts in Richtung Grand Forks. Kurz danach der erste richtige Stopp: der Christina Lake Viewpoint. Dieser kleine Aussichtspunkt hoch über dem türkisfarbenen See ist eigentlich nur ein Parkplatz mit einer Bank – aber der Blick hinunter auf das Wasser und die bewaldeten Hänge ist es wert, den Motor für ein paar Minuten abzustellen.

Weiter westwärts, hinauf auf den Eholt Summit auf fast 1.000 Meter. Die Kettle Valley liegt hier oben still und irgendwie aus der Zeit gefallen – eine alte Bahntrasse, Wald, kaum Verkehr. Dann die lange Abfahrt ins Okanagan. Kurz vor Osoyoos kommt der Anarchist Mountain Lookout – und von dort versteht man auf einen Blick, wohin man fährt. Tief unten liegt Osoyoos, der See blitzt in der Nachmittagssonne, ringsum Weinberge und nackte, braune Hügel. Das sieht nicht mehr nach British Columbia aus. Das sieht aus wie Südfrankreich.

Unten angekommen: über 35 Grad. Nach Tagen in den Bergen kommt diese Hitze fast wie ein Schock. Das Coast Osoyoos Beach Hotel hatte Balkonzimmer direkt über dem See – perfekt. Den ersten Abend verbrachten wir größtenteils am Wasser, im Veterans Memorial Park mit seinem unwahrscheinlichen Kakteengarten, und dann noch einmal am Strand, während die Sonne hinter den Bergen versank und das ganze Motelband am Ufer golden anleuchtete.

Osoyoos ist Kanadas wärmste Stadt – und der Osoyoos Lake gilt als wärmster See des Landes. Das merkt man. Es ist ein anderes Kanada hier. Weniger Bergwald, mehr Halbwüste, mehr Wein, mehr Sommer.

Sharp MZ-800

Quick Disk (MZ-1F11) [Sharp MZ]

Jungsi 28. Oktober 2024 6 Min. Lesezeit

Das Quick Disk für die Sharp-Rechner hat sich zu einem eigenen Artikel entwickelt, da das doch alles sehr interessant war. Was geschieht also mit einem Laufwerk, für das keine Disketten vorhanden sind und von man noch nie etwas gehört hat? Zum Start erst etwas zur Historie:

Das Quick Disk (QD) war die günstigste Möglichkeit, Disketten am MZ-Rechner zu verwenden. Eigentlich ist „Diskette“ aber die falsche Bezeichnung – das Laufwerk wird anstelle des Kassettenrecorders eingebaut und benötigt für den Betrieb am MZ-800 die Interface-Karte MZ-1E19. Es kann aber auch der Rekorder eingebaut bleiben und das QD als „externes“ Laufwerk verwendet werden.
Die QD ermöglicht es 16 KB sequentielle Daten in vier Sekunden zu laden, was eine sehr große Verbesserung der Ladegeschwindigkeit im Vergleich mit der Kassette darstellt. Die Diskette hatte eine Kapazität von nur 64 KB und war einseitig – der Benutzer konnte die Disk umdrehen und die andere Seite verwenden. Die Daten wurden nicht in Sektoren geschrieben, wie es bei normalen Geräten üblich ist, sondern in einer langen Spirale, in der die Daten nacheinander geschrieben wurden. Dadurch glich die QD eher einem „magnetischen Grammophon“ und war für die eigentliche Arbeit nur sehr eingeschränkt geeignet. Um Daten zu schreiben, war ein zusammenhängender Bereich auf der Diskette erforderlich, der so groß war wie die zu schreibenden Daten; wiederholte Löschvorgänge

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Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 15: Hot Springs nach Nelson

Jungsi 27. Oktober 2024 3 Min. Lesezeit

Nach den heißen Quellen vom Vortag hieß es am 6. Juli früh wieder in den Sattel. Die Route führte südwärts, raus aus dem Columbia Valley, vorbei am Moyie Lake – einem dieser kleinen, stillen Seen, die man am Straßenrand kaum erwartet und dann doch kurz anhält, weil das Wasser einfach zu blau ist, um daran vorbeizufahren.

Weiter auf dem Highway 3 Richtung Westen, durch Creston und dann nordwärts dem Kootenay Lake entlang. Und dann kommt sie: die Kootenay Lake Fähre, bedient von der Osprey 2000 – angeblich die längste kostenlose Fähre der Welt, rund 35 Minuten über den See von Kootenay Bay nach Balfour. Kostenlos, pünktlich, und mit einem Ausblick, für den man anderswo Eintritt zahlen würde. Das Motorrad parkt auf dem Deck, man stellt den Motor ab und schaut einfach zu, wie die Berge am Horizont langsam näherkommen. Solche unerwarteten Pausen sind oft die besten Momente einer Reise.

Auf der anderen Seite des Sees dann die letzten Kilometer nach Nelson – und die Ankunft über die Big Orange Bridge, die markante orangefarbene Stahlbrücke, die über den West Arm des Kootenay Lake führt. Das ist der Moment, in dem man merkt: diese Stadt ist anders. Kleiner, entspannter, mit einem eigenen Rhythmus.

Nelson ist eine dieser seltenen Städte, die tatsächlich so sind wie ihr Ruf: historische Innenstadt aus der Silberbergbau-Ära, gut erhaltene Gründerzeitarchitektur, Cafés, Kunstgalerien, Bikes überall. Das Adventure Hotel auf der Vernon Street passt gut dazu – kein Luxushotel, aber mit Charakter und mitten im Geschehen.

Den Abend verbrachten wir auf der Baker Street beim Broken Hill – Burger, Pommes, ein kühles Bier. Dann noch ein kurzer Abendspaziergang durch die Ward Street, vorbei an den alten Backsteinbauten, die im langen Sommerlicht besonders gut wirken.

Nelson ist eine Stadt, in der man länger bleiben könnte. Haben wir aber nicht. Weiter geht’s.

Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 14: Canmore nach Hot Springs

Jungsi 23. Oktober 2024 3 Min. Lesezeit

Der 5. Juli begann mit einem Umweg, der sich definitiv lohnte: Statt direkt auf dem Trans-Canada zu bleiben, führte uns der Weg zuerst durch Banff, vorbei am Fairmont Banff Springs Hotel. Dieses viktorianische Schloss thront so selbstverständlich vor der Kulisse schneebedeckter Gipfel, als hätte es dort schon immer gestanden – und das tut es im Grunde seit 1888. Übernachtet haben wir dort nicht, aber kurz angehalten und gestaunt. Das reicht.

Dann auf den Highway 93 Richtung Süden, auch bekannt als Banff-Windermere Highway – und was für eine Straße das ist. Kurven, Wald, Berge, kaum Verkehr. Kurz hinter Lake Louise wartet der erste echte Höhepunkt: der Continental Divide auf 1.647 Metern. Ein verwittertes Holzschild markiert hier die Grenze zwischen Alberta und British Columbia – und erklärt gleichzeitig, dass das Regenwasser links davon irgendwann im Atlantik landet, das rechts davon im Pazifik. Zwei Ozeane, ein Schild, eine kurze Pause zum Nachdenken.

Ab hier befinden wir uns im Kootenay National Park, und der Fluss, der uns von nun an begleitet, ist der Kootenay River – mit diesem charakteristischen Gletscherblau, das man aus dem Banff-Jasper-Gebiet schon kennt. Bei den Numa Falls lohnt sich ein kurzer Stopp: Der Fluss zwängt sich mit erheblichem Nachdruck durch eine enge Felsrinne, bevor er in einem breiten Bett wieder zur Ruhe kommt. Wer den Vortag mit Wasserfällen verbracht hat, wird hier nicht enttäuscht.

Weiter südlich öffnet sich das Tal, der Kootenay River wird breiter, die Berge treten etwas zurück – und irgendwo zwischen Wald und Schneegipfeln hat diese Landschaft eine andere Qualität als die Rocky Mountains einen Tag zuvor. Ruhiger, weiter, weniger touristisch.

Das Ziel des Tages: Fairmont Hot Springs. Nach gut 200 Kilometern im Sattel war das warme Mineralwasser des Freibades mit Bergblick genau das Richtige. Kein schlechter Tagesabschluss.

Sinclair ZX Spectrum

Bullet Storm [Sinclair ZX Spectrum]

Jungsi 21. Oktober 2024 4 Min. Lesezeit

Bullet Storm
Autor: Volatil
Jahr: 2020
System: Sinclair ZX Spectrum
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Der Arcade Game Designer ist weiterhin die bevorzugte Plattform vieler Entwickler für die Erstellung ihrer Spiele. Normalerweise werden damit Plattformspiele entwickelt, aber neuerdings haben Programmierer die Möglichkeiten der Engine erweitert und Spiele wie Bullet Storm kreiert, die früher als ungeeignet für dieses Tool angesehen wurden. Dies ist besonders bemerkenswert, weil es bereits den Shoot-Em-Up-Designer gibt, eine spezialisierte Engine desselben Entwicklers wie AGD.

Die Entwicklung eines Shoot’em’up auf einer Plattform wie AGD ist machbar, indem man statische Bildschirme anstelle des üblichen Scrollens nutzt. Ob dabei das Kerngefühl des Spiels erhalten bleibt, ist jedoch eine Frage, die sich erst noch klären wird.

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Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 13: Jasper nach Canmore (Icefields Parkway)

Jungsi 19. Oktober 2024 4 Min. Lesezeit

Manchmal braucht man etwas Glück – das Wetter wurde wesentlich besser – passend zum spektakulärsten Teil der Strecke.

Der 4. Juli 2024 war ohne Zweifel einer der beeindruckendsten Tage dieser Kanadatour. Die Route führte uns den legendären Icefields Parkway entlang – von Jasper südwärts nach Canmore, knapp 300 Kilometer durch die Canadian Rockies.

Den Auftakt machten die Athabasca Falls, wo der gleichnamige Fluss über mächtige Quarzitplatten donnert – roh, laut und beeindruckend. Nur eine Stunde später standen wir an den Sunwapta Falls, die sich durch eine enge Schlucht in die Tiefe stürzen. Beide Wasserfälle am selben Morgen – das wäre an vielen anderen Reisezielen schon ein ganzer Ausflugstag gewesen.

Der absolute Höhepunkt am Mittag war der Athabasca-Gletscher am Columbia Icefield. Mitten im Sommer, umgeben von Eis und Fels auf über 2.000 Meter – ein Anblick, der einem bewusst macht, wie klein man als Mensch eigentlich ist.

Weiter südwärts wartete der Peyto Lake vom Bow Summit aus – auf 2.123 Meter, dem höchsten Punkt des Tages. Dieses unwirkliche Türkis des Wassers lässt sich auf keinem Foto wirklich einfangen. Kurz danach noch ein spontaner Stopp am Bow Lake, direkt am Ufer, bevor wir auf den Bow Valley Parkway (Highway 1A) wechselten – ruhiger, enger, schöner. Viel schöner als der Trans-Canada.

Den Abschluss bildeten die Vermilion Lakes kurz vor Banff, mit Blick auf die schneebedeckte Sundance Range im Abendlicht. Dann Canmore, Hotel, und eine verdiente Pizza bei Rocket Pie – mit Old Milwaukee aus der Dose. Passt.

Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 12: Jasper (Skytram & Maligne Lake)

Jungsi 15. Oktober 2024 3 Min. Lesezeit

Ein Tag zur freien Verfügung. Wieder war es den ganzen Tag bewölkt, aber immerhin trocken. Zum Start buchten wir uns online Tickets für die Jasper Skytram auf den Whistler Mountain. Auch wenn das Wetter nicht optimal war, gab es eine tolle Aussicht auf Jasper und Umgebung. Trotz kühler Temperaturen kamen wir ordentlich ins Schwitzen, als wir noch etwas den Berg aufwärts marschierten.

Nach der Abfahrt mit der Seilbahn machten wir uns auf den Weg zum Maligne Lake – ca. 50 km einfache Strecke. Der Abstecher ist es auf jeden Fall wert. Für eine Fahrt mit dem Boot auf dem See ist ohne Buchung ein paar Tage vorher keine Chance. Wir machten aber einen kleinen Spaziergang und fuhren dann wieder ins Hotel zurück. Nach einem ausgiebigen Bad im Whirlpool ging es zum Essen in die Jasper Brewing Company und zu einem abschließenden Spaziergang durch Jasper.

Übernachtet haben wir im Whistler Inn – nur knapp drei Wochen später, am 22. Juli 2024, sollte Jasper von einem der schwersten Waldbrände der jüngeren kanadischen Geschichte getroffen werden. Ausgelöst durch Blitzschlag bei extremer Trockenheit, zerstörte das Feuer rund ein Drittel aller Gebäude im Ort, 25.000 Menschen mussten evakuiert werden. Wenn wir heute auf unsere Fotos von diesem sonnigen – naja, zumindest trockenen – Tag zurückblicken, wirkt das kaum vorstellbar.