Kanada 2024

Kanada 2024 – Tag 14: Canmore nach Hot Springs

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Kanada 2024 – Tag 14: Canmore nach Hot Springs

Der 5. Juli begann mit einem Umweg, der sich definitiv lohnte: Statt direkt auf dem Trans-Canada zu bleiben, führte uns der Weg zuerst durch Banff, vorbei am Fairmont Banff Springs Hotel. Dieses viktorianische Schloss thront so selbstverständlich vor der Kulisse schneebedeckter Gipfel, als hätte es dort schon immer gestanden – und das tut es im Grunde seit 1888. Übernachtet haben wir dort nicht, aber kurz angehalten und gestaunt. Das reicht.

Dann auf den Highway 93 Richtung Süden, auch bekannt als Banff-Windermere Highway – und was für eine Straße das ist. Kurven, Wald, Berge, kaum Verkehr. Kurz hinter Lake Louise wartet der erste echte Höhepunkt: der Continental Divide auf 1.647 Metern. Ein verwittertes Holzschild markiert hier die Grenze zwischen Alberta und British Columbia – und erklärt gleichzeitig, dass das Regenwasser links davon irgendwann im Atlantik landet, das rechts davon im Pazifik. Zwei Ozeane, ein Schild, eine kurze Pause zum Nachdenken.

Ab hier befinden wir uns im Kootenay National Park, und der Fluss, der uns von nun an begleitet, ist der Kootenay River – mit diesem charakteristischen Gletscherblau, das man aus dem Banff-Jasper-Gebiet schon kennt. Bei den Numa Falls lohnt sich ein kurzer Stopp: Der Fluss zwängt sich mit erheblichem Nachdruck durch eine enge Felsrinne, bevor er in einem breiten Bett wieder zur Ruhe kommt. Wer den Vortag mit Wasserfällen verbracht hat, wird hier nicht enttäuscht.

Weiter südlich öffnet sich das Tal, der Kootenay River wird breiter, die Berge treten etwas zurück – und irgendwo zwischen Wald und Schneegipfeln hat diese Landschaft eine andere Qualität als die Rocky Mountains einen Tag zuvor. Ruhiger, weiter, weniger touristisch.

Das Ziel des Tages: Fairmont Hot Springs. Nach gut 200 Kilometern im Sattel war das warme Mineralwasser des Freibades mit Bergblick genau das Richtige. Kein schlechter Tagesabschluss.

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