Pong Konsolen

Binatone TV Master MK 8 [Pong Konsole]

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Binatone TV Master MK 8 [Pong Konsole]

Es ist wieder an der Zeit, einen Blick zurück in die Anfangszeit der Konsolen zu werfen. Genauer gesagt ins Jahr 1977 und nach England. Binatone ist ein britisches Unternehmen, das 1958 von den Brüdern Gulu und Partap Lalvani in London gegründet wurde – der Name leitet sich vom Vornamen ihrer Schwester Bina ab. Zwischen 1976 und 1979 produzierte Binatone die “TV Master”-Serie von Pong-Konsolen, die in ganz Europa erfolgreich vermarktet wurden.

Das Binatone TV Master MK 8 – Model 01/4923 – bietet 8 Spiele: Football, Ice Hockey, Gridball, Basket Solo, Tennis, Squash Solo, Squash & Basketball. Die Konsole habe ich relativ günstig in Originalverpackung erhalten, und der Grund für den Kauf war vor allem das spacige Design des Geräts. Es gab noch weitere Modelle der TV-Master-Reihe: MK4, MK6,“4 Plus 2” und MK10 – der Unterschied lag jeweils in der Anzahl der Spiele und des verbauten Chips. Alle Modelle der ersten Serie liefern ein Schwarz-Weiß-Bild. Später gab esvon Binatone noch Konsolen mit Farbausgabe, die unter der Bezeichnung “Colour TV Game” erschienen.

Der Aufdruck auf der Verpackung lautet “Licenced by Magnavox” – und das stimmte
tatsächlich. Der Hintergrund: Ralph Baer, der Erfinder der Magnavox Odyssey, hielt
grundlegende Patente auf Heimvideospiele. Viele Hersteller, die in den 1970ern auf den Pong-Zug aufsprangen, mussten daher eine Lizenz von Magnavox erwerben – darunter auch Binatone.

Das Herzstück war wie bei vielen anderen Geräten aus dieser Zeit ein Chip von General Instruments: der AY-3-8600, ein echter “Pong-on-a-Chip”. Der AY-3-8600 steckte übrigens in mehr als 200 verschiedenen Konsolen weltweit – so erklärt sich auch, warum viele Pong-Konsolen dieser Ära nahezu identisch aussehen und spielen. Das leistungsfähigere Schwestermodell AY-3-8610 (mit zusätzlichem Light-Gun-Support) findet sich dagegen im MK10.

  • TV Master MK 8
  • TV Master MK 8 - Controller
  • Bedienelemente
  • TV Master MK 8 - Box

Wie damals üblich, wird ein TV-Gerät mit Antenneneingang benötigt, und das Bild ist
dementsprechend schlecht. Auf der Seite von Tynemouth Software gibt es eine Anleitung für einen Composite-Mod, womit das Bild deutlich besser sein sollte. Falls das Netzteil fehlt, kann auch das eines Atari VCS oder Batterien verwendet werden.
Die Spielauswahl erfolgt über einen großen Drehknopf in der Mitte des Gehäuses. Die beiden abnehmbaren analogen Joysticks lassen sich in Einschubfächern aufbewahren, die sich auf beiden Seiten des Gehäuses befinden.