Am dritten Tag stand wieder Kultur auf dem Plan, also machten wir uns auf den Weg nach Arkadi. Das Kloster gilt als das bedeutendste Nationalheiligtum Kretas. Im November 1866 wurde es im Aufstand gegen die türkische Herrschaft belagert. Die verschanzten Kreter, darunter viele Frauen und Kinder, zündeten das Pulverlager an, statt sich zu ergeben.
Unsere Route führte uns über Fodele nach Tylissos, immer der gleichen Straße folgend, vorbei an Anogia und Keramota, dann links in Richtung Eleftherna. Unterwegs eröffneten sich immer wieder weite Ausblicke auf die Berge und über die bewaldeten Hügel bis zum Meer. Ein von Einschusslöchern durchsiebter Wegweiser wies nach links: Rethimno 46 Kilometer.
Arkadi liegt auf einer fruchtbaren Hochebene an den Hängen des Psiloritis, in etwa 500 Metern Höhe. Die heutige, festungsartige Anlage wurde im 16. Jahrhundert fertiggestellt. Die Fassade der Klosterkirche von 1587 mit ihrem Glockengiebel überstand den Angriff von 1866.
Auf dem Rückweg kamen wir durch Garazo, ein traditionelles Bergdorf im Bezirk Rethymno. Die Kirche der Agia Kyriaki mit ihren roten Kuppeln vor den kahlen Bergflanken ist ein beeindruckender Anblick.
Am späten Nachmittag ging es zurück nach Agia Pelagia. Nach dem heißen Tag auf staubigen Pisten und Kloster-Kopfsteinpflaster tat der Strand direkt am Ort richtig gut.

![Tour 3 – Arkádi [Kreta]](https://www.jungsi.de/blog/wp-content/uploads/Beitragsbild-1998-Kreta-1200x750.jpg)







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