Sega Game Gear

Als Sega 1990 den Game Gear auf den Markt brachte, war die Botschaft klar: Das hier ist ein Game Boy mit Farbe. Tatsächlich bot der Game Gear einen beleuchteten Farbdisplay, der Nintendos grauem Monochrombild technisch weit überlegen war — und durch das Mega-Drive-Adapter-Zubehör konnte er sogar als kleiner Fernseher genutzt werden. Doch der entscheidende Vorteil des Game Boys blieb unangetastet: die Batterielaufzeit. Während der Game Boy mit vier AA-Batterien bis zu 30 Stunden durchhielt, war der Game Gear nach drei bis fünf Stunden erschöpft. Das machte ihn für längere Reisen zu einem teuren Akkufresser. Hinzu kam ein deutlich höheres Gewicht. Trotzdem fand der Game Gear seine Fangemeinde, vor allem dank starker Sega-Franchises und einer ordentlichen Spielebibliothek. Mit rund 11 Millionen verkauften Einheiten blieb er klar hinter dem Game Boy, war aber kein Misserfolg.
| Veröffentlichung: | 1990 |
| verkaufte Einheiten: | > 11.000.000 |
| Prozessor: | Zilog Z80 (8-bit) |
| Prozessortakt: | 3,58 MHz |
| RAM: Video-RAM | 8 kB 16 KB |
| Grafikauflösung: | 160 x 144 |
| Farbpalette: | 4096 Farben; 32 gleichzeitig darstellbar |
| Sound | Vierkanalton |
| Speichermedien: | Module; 2 bis 32 MBit Cartridge-ROM |
| Sprites: | 64 – Sprite-Größe: 8 × 8 oder 8 × 16 (oder das Doppelte im Zoom-Modus) |
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