Sega Master System

Das Sega Master System erschien 1985 in Japan als Nachfolger des SG-1000 und trat damit direkt gegen das bereits dominante NES an — ein Kampf, den es in Nordamerika nie wirklich gewinnen konnte. In Europa und Brasilien hingegen erzählte die Geschichte eine ganz andere Wendung: Dank eines Vertriebsabkommens mit Tonka in den USA und später mit verschiedenen europäischen Partnern — und besonders wegen der starken Unterstützung durch Tec Toy in Brasilien — wurde das Master System auf diesen Märkten ein echter Erfolg. Technisch war es dem NES in mancher Hinsicht überlegen: mehr Farben, höhere Auflösung und ein leistungsfähigerer Prozessor. Dennoch fehlte Sega die Spielebibliothek und die Marketingkraft, um Nintendo global herauszufordern. In Brasilien erfreut sich das Master System bis heute einer treuen Fangemeinde — eine der bemerkenswertesten Nischenerfolgsgeschichten der Konsolengeschichte.
| Veröffentlichung: | 1987 |
| verkaufte Einheiten: | > 13.000.000 |
| Prozessor: | mit 3,55 (PAL/SECAM) bzw. 3,58 (NTSC) MHz getakteter Z80 (8-Bit-CPU) |
| RAM: | 64 KBit (8 KByte) (einige Cartridges erweitern diesen) |
| Video-RAM: | 128 KBit (16 KByte) |
| Grafikauflösung: | 256×192 und 256×224, bei PAL/SECAM auch 256×240 Pixel Bildschirmauflösung |
| Farbpalette: | bis 32 Farben gleichzeitig aus zwei Paletten von 64 Farben |
| Sound | Texas Instruments SN76489 4-Kanalton (mono) |
| Speichermedien: | Module; Steckkarten (Sega Cards) |
| Sprites: | 8×8 oder 8×16 Pixel Sprites, maximal 64 gleichzeitig |

