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Privileg 685 D-E-NC
Der Privileg 685D-E-NC ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner mit 8-stelliger Genauigkeit (Exponent ±99) und algebraischer Eingabelogik. Er verfügt über 23 Funktionen und 36 Tasten. Das Display ist ein 9-stelliges rotes LED-Display mit 7-Segment-Anzeige.
Das “NC” im Modellnamen steht für NiCad: Der Rechner wird mit zwei wiederaufladbaren 1,2-Volt-Nickel-Cadmium-Zellen betrieben, die in ca. 14–16 Stunden geladen sind und eine Rechenzeit von etwa 2–3 Stunden ermöglichen. Er kann auch während des Ladevorgangs betrieben werden.
Der Rechner wurde 1976 eingeführt und unter der Handelsmarke Privileg verkauft, die zur deutschen Versandhauskette Quelle gehörte. Der eigentliche Hersteller (OEM) ist nicht bekannt. Die Quelle-Bestellnummer lautet 428.983 1, die Seriennummer des vorliegenden Exemplars ist 40377.

Casio FX-85
Der Casio fx-85 ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner mit 8-stelliger Genauigkeit und algebraischer Eingabelogik. Er gehört zur fx-82-Linie, die Casio ab 1982 auf den Markt brachte, und ist deren solar-betriebene Variante. Das LCD-Display zeigt 8 Stellen plus Exponent an. Betrieben wird er ausschließlich über die eingebaute Solarzelle – der Aufdruck “High-Power Solar Cell” versprach damals, auch bei schwachem Licht zuverlässig zu funktionieren. Eine Backup-Batterie ist nicht vorhanden.
Das Gerät bietet neben den Grundrechenarten trigonometrische Funktionen mit Umkehrfunktionen, Logarithmus und natürlichen Logarithmus, Exponentialfunktionen, Wurzel, Fakultät, Bruchrechnung sowie statistische Funktionen (nPr, nCr). Hergestellt wurde er von Casio Computer Co., Ltd. in Japan.
Dieses Exemplar ist mein persönlicher Schulrechner – ein Gerät, das mich durch viele Mathe- und Physikstunden begleitet hat.

MBO Alpha 8000
Der MBO Alpha 8000 ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner mit LCD-Display und Auto-Power-Off-Funktion. Er bietet algebraische Eingabelogik sowie trigonometrische Funktionen mit Umkehrfunktionen (sin, cos, tan), Logarithmus und natürlichen Logarithmus jeweils mit Umkehrfunktion, Potenz- und Wurzelfunktionen (yˣ, x², √), Kehrwert (1/x), Exponentialdarstellung (EXP) und die Kreiszahl π. Ein Speicherregister (RM / x→M / M+) sowie Prozentrechnung und Vorzeichenwechsel runden den Funktionsumfang ab. Der Winkelmode ist per Schiebeschalter zwischen Grad (DEG), Bogenmaß (RAD) und Gon (GRAD) umschaltbar.
Der Rechner wurde in Japan hergestellt und von MBO in Deisenhofen bei München vertrieben, einer deutschen Marke, die in den 1970er und 1980er Jahren eine breite Palette an Taschenrechnern anbot. Die Artikelnummer lautet 5039, die Seriennummer des vorliegenden Exemplars ist 131225. Betrieben wird er mit zwei Knopfzellen à 1,5V (LR44 oder baugleich). Das Gerät ist in seinem originalen Lederetui mit mehrsprachiger Bedienungsanleitung erhalten.

Sanyo CZ-8100
Der Sanyo CZ-8100 ist ein tragbarer wissenschaftlicher Taschenrechner aus dem Jahr 1974, hergestellt von Sanyo Electric Co., Ltd. in Osaka, Japan. Mit seinen Abmessungen von 100 × 164 × 50 mm und einem Gewicht von 350 g war er für seine Zeit ein kompaktes, aber solides Gerät – tragbar, aber kein Taschenrechner im heutigen Sinne.
Das 8-stellige rote LED-Display zeigt neben dem Rechenergebnis auch eine “BUSY”-Anzeige, die signalisiert, wenn der Prozessor noch mit einer Berechnung beschäftigt ist – ein Detail, das verdeutlicht, wie rechenintensiv trigonometrische Funktionen für die damalige Hardware waren. Die Funktionen umfassen sin, cos, tan mit Umkehrfunktionen, eˣ, natürlichen Logarithmus (Ln), Logarithmus (Log), Potenz (xʸ), Wurzel (√x) und Kehrwert (1/x), dazu Speicherfunktionen (RM, M+, CM) und Winkelumschaltung zwischen Grad (DEG) und Bogenmaß (RAD). Nicht programmierbar.
Betrieben wird der CZ-8100 über einen internen NiCad-Akku (vier AA-große Cadnica-Zellen), der über das externe Netzteil CU-02E mit 9V DC geladen wird. Die Laufzeit beträgt im Akkubetrieb etwa 3 Stunden bei einer Leistungsaufnahme von 2 Watt.
Dieses Exemplar trägt auf der Rückseite noch den roten Inventaraufkleber 035/K 4575 aus dem Firmeneinsatz – ein Zeichen dafür, dass wissenschaftliche Taschenrechner 1974 noch als hochpreisige Investitionsgüter inventarisiert wurden.

TI-51-III
Der TI-51-III ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner von Texas Instruments, der in anderen Märkten unter der Bezeichnung TI-55 verkauft wurde – inhaltlich identische Geräte unter verschiedenen Namen für verschiedene Regionen. Er gehört zur sogenannten “Majestic”-Serie von TI, benannt nach dem Spritzgussverfahren des Gehäuses.
Der Funktionsumfang ist für seine Zeit beachtlich: Neben trigonometrischen Funktionen einschließlich Hyperbelfunktionen (sinh, cosh, tanh), Logarithmen, Fakultät und Wurzelfunktionen bietet er Statistikfunktionen (Mittelwert, Standardabweichung, Varianz, Korrelation, Regressionsgerade), Einheitenumrechnungen (Zoll/mm, Gallone/Liter, Pfund/kg, Fahrenheit/Celsius, Grad/Bogenmaß) sowie eine einfache Programmierbarkeit ohne Verzweigungen. Eingaben erfolgen über TIs AOS-Logik, die eine natürliche mathematische Schreibweise erlaubt.
Dieses Exemplar trägt den Datecode 1779RCI – es wurde demnach in der 17. Kalenderwoche 1979 in Italien montiert. Die Seriennummer lautet 324820. Betrieben wird der Rechner über das Batterypack BP-7 (zwei Mignon-NiCad-Akkus), geladen mit einem externen Netzteil mit 8,5V. Achtung: Die Akkus neigen bei Lagerung zum Auslaufen.
Auf der Rückseite findet sich noch ein gelber Aufkleber eines Vorbesitzers mit einem Prüfungskalender – zuletzt abgehakt im Jahr 2002. Erworben auf einem Flohmarkt für 2 €, inklusive Netzteil.

TI-59
Der TI-59 ist ein programmierbarer wissenschaftlicher Taschenrechner von Texas Instruments, eingeführt am 24. Mai 1977. Er bot für seine Zeit beeindruckende 960 Programmschritte, bis zu 100 Datenregister, ca. 175 Funktionen, einen Magnetkartenleser sowie steckbare Solid-State-Software-Module. Betrieben wird er über ein Batterypack; die optionale Druckstation PC-100A bzw. PC-100C dient gleichzeitig als Dockingstation und Ladegerät – der Rechner wird mit einem Schlüssel auf der Station fixiert.
In der Sammlung befinden sich ein TI-59 mit PC-100A sowie ein zweiter TI-59 mit PC-100C (als Ersatzteilspender), dazu drei Schachteln à 40 Magnetkarten, zwei Standard-Software-Module und umfangreiches Begleitmaterial inklusive eines selbst programmierten Berechnungsprogramms des Spenders.
Die Geräte wurden im September 2017 als Schenkung von Uwe Schreck, Wilhelmshaven erhalten, der sie beruflich im Einsatz hatte.

