Sinclair ZX Spectrum

Frantic Pengo 2 [Sinclair ZX Spectrum]

Frantic Pengo 2 [Sinclair ZX Spectrum]

Frantic Pengo 2
Autor: Gabriele Amore
Jahr: 2022
Rechner: Sinclair ZX Spectrum 128K
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Kaum macht man sich Sorgen, dass ein Homebrew-Autor mal eine Pause einlegt, schon meldet er sich mit einem neuen Spiel zurück. Gabriele Amore, den ihr vielleicht schon von Saving Kong, Castle Capers oder seinem Donkey-Kong-Jr.-Klon kennt, hat im September 2022 mit “Frantic Pengo 2” den inoffiziellen Nachfolger seines Pengo-Hommage von Anfang 2021 veröffentlicht. Und ja: Es blitzt, es blinkt, es bugt ein bisschen – aber vor allem macht es Spaß.

Konzept

Wie schon der Titel verrät, orientiert sich “Frantic Pengo 2” am japanischen Arcade-Klassiker Pengo von Sega aus den frühen 80ern. Ihr steuert wieder einen kleinen Pinguin, der sich durch einzelne Bildschirme voller Eisblöcke und feindlicher Lavamonster kämpfen muss. Anders als beim ersten Teil, der noch eine Rettungsgeschichte um die entführte Pinguindame Penga erzählte und mit Musik von Pedro Pimenta sowie Unterstützung von Lobo, Sebastian Braunert und Allan Turvey entstand, hat Amore den zweiten Teil diesmal komplett solo gestemmt – Code, Spieldesign, Grafik und sogar das Titelbild stammen allein von ihm. Nur beim Sound betont er ausdrücklich, dass die Musik diesmal nicht von Pedro stammt.

Gameplay-Mechaniken

Das Grundprinzip ist herrlich simpel und trotzdem fordernd: Auf jedem Bildschirm müsst ihr drei spezielle Blöcke miteinander verbinden, um den Ausgang freizuschalten – und gleichzeitig alle Lavamonster ausschalten. Blöcke lassen sich unterschiedlich weit schieben, je nachdem, wie viel Anlauf ihr nehmt. Die Gegner sind dabei keineswegs harmlos: Sie können selbst Eisblöcke bewegen und schieben, euch damit töten – und sich gelegentlich sogar gegenseitig erledigen. Ein besonderes Highlight ist der Lava-König, den ihr erst durch mehrfaches Treffen mit Eisblöcken bezwingen könnt. Wer wissen will, welcher Gegner was kann, wirft einen Blick auf den Infoscreen, der gleichzeitig auch die Credits enthält.

Level Structure

Wie beim Vorbild spielt sich “Frantic Pengo 2” bildschirmweise: Jede Einzelbildschirm-Arena ist ein in sich geschlossenes Puzzle aus Blockpositionen, Monsteranordnung und der Frage, wie ihr die drei Spezialblöcke am effizientesten zusammenbekommt. Das Tempo bleibt dabei angenehm knackig – kein Leerlauf, sondern kompakte, arcade-typische Häppchen.

Learning curve

Die Regeln sind schnell verinnerlicht, die Ausführung fordert dann aber Geschicklichkeit beim Timing der Blockschübe und beim Ausweichen der Monster. Ein wenig Vorsicht ist bei der M-Taste geboten: Sie dient nicht nur zum Neustart des aktuellen Bildschirms, sondern wird auch am Ende einer Partie mehrfach gedrückt, während die Melodie läuft. Wer hier aus Versehen danebengreift, verliert schneller Fortschritt, als ihm lieb ist – ein Kritikpunkt, der in den Reviews mehrfach auftaucht.

Frantic Pengo 2 - Screen
Frantic Pengo 2 – Screen
Technik (Tools/Tester/Steuerung)

Gesteuert wird klassisch über QAOP, ganz im Stil vieler Speccy-Arcadespiele der 80er. Das Spiel läuft auf dem ZX Spectrum 128K. Wie schon beim Vorgänger dürfte auch hier wieder AGDx Mini als Werkzeug im Hintergrund gearbeitet haben. Einen dedizierten Testerkreis scheint es diesmal nicht gegeben zu haben – Amore selbst weist offen darauf hin, dass das Spiel noch einige Bugs enthält, hält es aber trotzdem für spielenswert. Rezensenten, die das Spiel im Anschluss ausprobiert haben, konnten diese Bugs teils gar nicht reproduzieren, auch wenn andere von ruckelnden, “schluckaufartigen” Sprite-Animationen berichten, die auf Dauer etwas anstrengend fürs Auge sein können.

Conclusion

“Frantic Pengo 2” ist kein perfekt poliertes Werk, aber genau das gehört bei Gabriele Amore inzwischen fast zum guten Ton – seine Spiele bleiben oft knapp vor der Perfektion stehen, überzeugen dafür aber mit Kreativität, hübscher Farbgebung und einem klaren Gespür für Arcade-Spaß. Wer kurze, knackige Puzzle-Action im Pengo-Stil mag und kleinere Ecken und Kanten verzeihen kann, bekommt hier ein unterhaltsames Stück Speccy-Homebrew mit ordentlich Wiederspielwert.

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