Microsoft Xbox

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Xbox

Auf einem Flohmarkt in einer unscheinbaren Ecke habe ich eine Xbox entdeckt. Es ist das Modell, das ab 2002 in Deutschland auf den Markt kam. Die Xbox zählt zur 6. Konsolengeneration, zusammen mit der Playstation 2, dem Nintendo Gamecube und der Sega Dreamcast.

Die Konsole basiert größtenteils auf herkömmlichen PC-Komponenten und läuft mit einem eigenen Betriebssystem auf Basis von Windows NT. Der Name Xbox war ursprünglich nur als interner Arbeitstitel gedacht (Box + DirectX), wurde aber schließlich beibehalten. Anders als die Playstation und die angekündigte Nintendo-Konsole überzeugte die Xbox mit einer Festplatte und einem Netzwerkanschluss. Mit ihrem 733-MHz-Pentium-III-Prozessor, dem GeForce-Grafikchip und 64 MB RAM ist sie leistungsstärker als die Konkurrenten Playstation 2 und Nintendo GameCube. Gegen Aufpreis lässt sich zudem der DVD-Player freischalten, um die Konsole auch als Filmgerät zu nutzen.

Da das Netzteil bei der Xbox eingebaut ist, ist sie mit 3,4 kg relativ groß und schwer. Der ursprünglich verwendete Original-Controller „D“ wurde später wegen seiner Größe kritisiert und später durch den Controller „S“ ersetzt.

Mit den Start-Titeln Dead or Alive 3 and Halo zeigte die Konsole gleich Ihre Muskeln.

Zum Start kostete das Gerät 479 € (70% teuerer als die US-Variante) und damit mehr als jedes andere Spielgerät – der Start in Europa gerät zum Debakel. Microsoft reagiert darauf und senkt die Preise: nach sechs Wochen 299 €, kurz danach 249 €, im Sommer 2004 dann nur noch 149 €.

Microsoft Xbox - Controller Anschlüsse
Microsoft Xbox – Controller Anschlüsse

In Japan läuft es noch schlechter – selbst aggressives Marketing und Spiele von Sega, Konami und Capcom helfen nicht. Der GameCube verkauft sich viermal so oft, die PlayStation 2 sogar zehnmal so oft. 2002 brachte Microsoft 330.000 Xbox-Konsolen an den Mann, 2003 waren es nur noch 100.000 Stück.

Technik
CPU: Intel Mobile Celeron (Coppermine-Kern) mit 733 MHz und 133 MHz-Front Side Bus. Leistungsangabe von Microsoft: 1,466 Gigaflops.
Hauptspeicher: 64 MB DDR-RAM mit 200 MHz.
DVD: Modifizierte Laufwerke der Marken Samsung, Hitachi/LG, Phillips und Thomson
Grafik: In den Chipsatz integrierter Geforce-3-Kern „NV2A“ von Nvidia mit 233 MHz und einer maximalen Auflösung von 1920×1080 Bildpunkten, zwei Render- und vier Textureinheiten sowie ein Pixel- und zwei Vertex-Shader
Audio: In den Chipsatz integrierter Audio-Chip mit Dolby Digital-5.1-Kodierer, 256 Stimmen, maximal 64 3D-Stimmen
Schnittstellen: AV-Ausgang, Ethernet-10/100-Mbit/s-Port, vier Controller-Anschlüsse
3,5-Zoll-Festplatte von Western Digital (8 GB) oder Seagate (10 GB)

  • Microsoft Xbox
  • Microsoft Xbox links oben
  • Microsoft Xbox links
  • Microsoft Xbox - Controller Anschlüsse
  • Microsoft Xbox - Controller Anschlüsse
  • Microsoft Xbox - Stromanschluss
  • Microsoft Xbox - Netzwerk- /AV-Anschluss
  • Microsoft Xbox Unterseite
  • Microsoft Xbox Unterseite Microsoft Aufkleber
  • Microsoft Xbox Controller
  • Microsoft Xbox DVD Movie Playback Kit Unter
  • Microsoft Xbox DVD Movie Playback Kit
  • Microsoft Xbox Fernbedienung
  • Xbox Spiel: Judge Dredd - Dredd vs Death

Modifikationen
Für die Xbox gibt es zahlreiche Modifikationen wie z.B. Modchips oder Softmods. Eine mittels Modchip oder Softmod modifizierte Xbox kann mit Programmen wie zum Beispiel Xbox Media Center zu einem Multimedia-Gerät umgebaut werden. Die Software befähigt die Xbox, sämtliche Dateiformate abzuspielen, die der MPlayer beherrscht. Dazu zählen unter anderem DivX, Xvid, WMV, MOV, H.264 und MPG.

Weiterhin lassen sich auf diese Weise DVDs und Musikdateien abspielen und Bilder auf dem Fernseher darstellen. Diese Möglichkeiten können wahlweise über die lokale Festplatte, über das lokale Netzwerk oder auch per Stream aus dem Internet benutzt werden.