{"id":3589,"date":"2013-07-22T21:16:11","date_gmt":"2013-07-22T20:16:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jungsi.de\/?p=3589"},"modified":"2026-06-03T13:27:49","modified_gmt":"2026-06-03T11:27:49","slug":"commodore-amiga-500-commodore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jungsi.de\/en\/commodore-amiga-500-commodore\/","title":{"rendered":"Commodore Amiga 500 [Commodore]"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Amiga 500 von Commodore war praktisch der \u201eNachfolger&#8221; des Commodore C64. Ende der 80er war das <em>der<\/em> Rechner, den viele haben wollten \u2013 doch ich scherte mich nicht darum, was die Mehrheit wollte. Ich bekam einen Atari 1040 STFM zum Schulabschluss 1987 geschenkt. In meinem Freundeskreis gab es nur einen, der den Amiga besessen hat \u2013 auch machte ich keine Bekanntschaft mit den Meinungsverschiedenheiten der einzelnen Fans, welcher Rechner wohl der bessere sein k\u00f6nnte. Hier aber trotzdem die Geschichte des Amiga 500.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was viele nicht wissen: Der Amiga kam urspr\u00fcnglich gar nicht von Commodore. Die kalifornische Firma <em>Amiga Corporation<\/em> \u2013 gegr\u00fcndet u.a. von <strong>Jay Miner<\/strong>, dem Vater der Custom-Chips im Atari 8-Bit \u2013 entwickelte den sp\u00e4teren Amiga 1000 urspr\u00fcnglich als Spielkonsole. Geldnot zwang die Firma dann zum Verkauf, und Commodore griff 1984 zu. Pikantes Detail am Rande: Atari wollte ebenfalls zugreifen, kam aber zu sp\u00e4t. Jack Tramiel, der inzwischen Atari f\u00fchrte, d\u00fcrfte sich noch lange ge\u00e4rgert haben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Amiga 1000 erschien 1985, der A500 folgte 1987 und war der erste Amiga, bei dem der Rechner in die Tastatur integriert war. Die Amiga-Serie als Ganzes lief bis zur Commodore-Pleite 1994 weiter \u2013 mit Desktop-Modellen wie A1000 (1985), A2000 (1987), A3000 (1990) und A4000 (1992) sowie den Tastatur-Modellen A500 (1987), A500+ (1991), A600 (1992) und A1200 (1992).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorgestellt wurde der A500 1987 auf der CeBIT zusammen mit dem Amiga 2000. Zielgruppe war der Privatanwender mit kleinerem Geldbeutel. F\u00fcr das Geh\u00e4use wurde ein Design gew\u00e4hlt, das dem Commodore 128 \u00e4hnelt. Mit \u00fcber sechs Millionen verkauften Ger\u00e4ten weltweit wurde der A500 das mit Abstand meistverkaufte Modell der gesamten Amiga-Familie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Technik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie die Konkurrenten von Atari hatte der A500 einen Motorola 68000 als Hauptprozessor, getaktet mit 7,09 MHz (PAL). Was den Amiga aber wirklich besonders machte, war der Custom-Chipsatz: W\u00e4hrend der Atari ST seinen 68000 nahezu alles selbst erledigen lie\u00df, hatte der Amiga drei spezialisierte Co-Prozessoren, die parallel zur CPU arbeiteten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Agnus<\/strong> \u2013 DMA- und Speichercontroller, beheimatet auch den Blitter (f\u00fcr schnelle Block-Operationen) und den Copper (f\u00fcr rasterzeilengenaue Effekte).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Denise<\/strong> \u2013 Grafik-Ausgabe mit bis zu 4096 Farben gleichzeitig im legend\u00e4ren HAM-Modus (Hold-And-Modify).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paula<\/strong> \u2013 4-Kanal-Stereo-Sound, Floppy-Controller, serielle Schnittstelle.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kam Workbench mit <strong>echtem pr\u00e4emptivem Multitasking<\/strong> \u2013 1987 hatte das schlicht <em>kein<\/em> anderer Heimcomputer. Das alles zusammen machte den A500 zu einer Maschine, die Demoscene, Spieleentwickler und Grafiker gleicherma\u00dfen begeisterte. Die ber\u00fchmte Boing-Ball-Demo war damals nicht umsonst die ikonische Tech-Demo schlechthin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein 3,5&#8243;-Diskettenlaufwerk war integriert (880 KB Kapazit\u00e4t, deutlich mehr als die 720 KB der PC-Konkurrenz), 512 KB Chip-RAM standen urspr\u00fcnglich zur Verf\u00fcgung. 1987 und 1988 wurde der A500 mit Kickstart 1.2 ausgeliefert, ab Oktober 1988 dann mit Version 1.3.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mainboard-Revisionen und Chips\u00e4tze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den knapp f\u00fcnf Jahren Produktionszeit (1987\u20131991) gab es sechs Hauptrevisionen des Mainboards: Rev. 3 (1987), Rev. 4, Rev. 5, Rev. 6\/6A (1988), Rev. 7\/7A und Rev. 8\/8A (1991). Die Rev. 4 und 7 gelten als \u00dcbergangsplatinen mit kleinen St\u00fcckzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Boards (bis Rev. 6) hatten 512 KB RAM in 16 ICs \u00e0 32 KB verbaut \u2013 das Maximum, das der originale Chipsatz (OCS) adressieren konnte. Sp\u00e4te A500-Revisionen bekamen schon den ECS-Agnus (8372A, \u201eFatter Agnus&#8221;), der 1 MB Chip-RAM ansprechen konnte, behielten aber meist noch den OCS-Denise. Echtes \u201evollst\u00e4ndiges&#8221; ECS mit neuen Grafikmodi (Productivity, SuperHires) kam erst mit dem Amiga 3000 (1990) bzw. dem A500+ (1991).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzten Rev. 8\/8A-Boards waren eigentlich f\u00fcr den A500+ entwickelt worden und wurden parallel auch f\u00fcr die letzten A500 mit Kickstart 1.3 verwendet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-vorne.jpg\" alt=\"Amiga 500 - rechte Seite\" class=\"wp-image-3664\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-vorne.jpg 500w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-vorne-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; rechte Seite<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Massenspeicher und Erweiterungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird&#8217;s interessant \u2013 und f\u00fcr ST-verw\u00f6hnte Augen wie meine etwas ern\u00fcchternd. Festplatten waren beim A500 nie so verbreitet wie beim Atari ST. F\u00fcr den ST gab es schon zu Lebzeiten die ber\u00fchmten Megafile-Laufwerke am ACSI-Port (das ist SCSI-\u00e4hnlich, aber nicht identisch \u2013 echtes SCSI gab&#8217;s bei Atari erst beim TT) \u2013 beim Amiga musste man auf das externe A590-Laufwerk warten, das seitlich an den Erweiterungs-Slot kam. Bis dahin: alles von Diskette. Gr\u00f6\u00dfere Spiele kamen auf 4 bis 6 Disketten daher, in der sp\u00e4teren AGA-Zeit auch mal auf zehn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein integriertes Netzteil hat der A500 nicht \u2013 wie beim ST liegt es extern (immerhin mit eigenem Schalter). Auch der HF-Modulator zum Anschluss an einen Fernseher war in Deutschland nicht im Lieferumfang. In Gro\u00dfbritannien gab&#8217;s den serienm\u00e4\u00dfig im Bundle \u201eA500 with TV modulator&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufr\u00fcstbar ist der A500 \u00fcber zwei Wege:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Trapdoor-Slot<\/strong> unten: 512 KB Erweiterung auf 1 MB Gesamt-RAM. Bei OCS-Boards landet die Erweiterung als \u201eSlow-RAM&#8221; im Speicher, bei sp\u00e4ten Boards mit ECS-Agnus kann sie auch als zus\u00e4tzlicher Chip-RAM genutzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Seitlicher Erweiterungs-Slot<\/strong>: bis zu 8 MB Fast-RAM, Festplatten, Beschleuniger.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kleines Problem schleppt der A500 dabei mit sich: Die \u201eFreundin&#8221; (Amiga hei\u00dft auf Spanisch ja genau das) ist von der Leistung etwas zu schwach auf der Brust, um viele Erweiterungen gleichzeitig sinnvoll mit Strom zu versorgen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-hinten.jpg\" alt=\"Amiga 500 - hinten rechts\" class=\"wp-image-3663\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-hinten.jpg 500w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-rechts-hinten-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; hinten rechts<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Nachfolger: Amiga 500 Plus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 1991 gab es den A500+ mit doppelt so viel Speicher (1 MB Chip-RAM auf dem Board, erweiterbar auf 2 MB), vollst\u00e4ndigem ECS-Chipsatz und Kickstart 2.04 mitsamt Workbench 2.0. Optisch praktisch identisch zum Vorg\u00e4nger, technisch ein deutlicher Schritt nach vorn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hatte aber einen Haken: Viele \u00e4ltere Spiele (etwa <em>Treasure Island Dizzy<\/em>, <em>Lotus Esprit Turbo Challenge<\/em> oder <em>SWIV<\/em>) liefen unter Kickstart 2.04 schlicht nicht mehr. Einige K\u00e4ufer brachten ihre A500+ entnervt zur\u00fcck zum H\u00e4ndler und verlangten einen \u201erichtigen&#8221; A500 mit Kickstart 1.3. So entstand schnell ein Markt f\u00fcr Kickstart-Umschalter, mit denen sich zwischen 1.3 und 2.0 wechseln lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The games<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier muss ich als bekennender ST-Mensch auch mal die Klappe halten und den Hut ziehen: Die Amiga-Spielebibliothek ist legend\u00e4r. <em>Lemmings<\/em>, <em>Monkey Island<\/em>, <em>Turrican II<\/em>, <em>Settlers<\/em>, <em>Pinball Dreams<\/em>, <em>Cannon Fodder<\/em>, <em>Defender of the Crown<\/em>, <em>Shadow of the Beast<\/em> \u2013 Titel, die ganze Generationen gepr\u00e4gt haben. Viele davon gab&#8217;s zwar auch f\u00fcr den ST, aber auf dem Amiga liefen sie eben mit Hardware-Scrolling, mehr Farben und vier Sound-Kan\u00e4len. Da kam der ST trotz seinem sch\u00f6neren Geh\u00e4use einfach nicht mit. (So, das musste ich jetzt zugeben.)<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-links-hinten.jpg\" alt=\"Amiga 500 - hinten links\" class=\"wp-image-3662\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-links-hinten.jpg 500w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Amiga-500-links-hinten-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; hinten links<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Heute: Erweiterungen und Alternativen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn der A500 lange aus der Produktion ist \u2013 die Szene lebt. Aktuelle Erweiterungen, die das Ger\u00e4t fit f\u00fcr heute machen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>ACA500plus<\/strong> von Individual Computers \u2013 Beschleuniger mit SD-Karte als Festplattenersatz, Nachfolger der urspr\u00fcnglichen ACA500.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>PiStorm<\/strong> \u2013 ein Raspberry Pi als 68k-CPU-Ersatz, mittlerweile sehr popul\u00e4r in der Szene.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vampire<\/strong> \u2013 FPGA-basierte Beschleuniger mit eigenem erweitertem Chipsatz (SAGA), inklusive HDMI-Ausgang.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gotek-Floppy-Emulatoren<\/strong> \u2013 kein Diskettengeschrei mehr, alles per USB-Stick.<\/li>\n\n\n\n<li>Dazu Dutzende weiterer Boards aus der Community: TerribleFire-Beschleuniger, kipper2k-Speichererweiterungen, Kickstart-Umschalter und mehr.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den Amiga nicht im Original betreiben mag, greift zum <strong>THEA500 Mini<\/strong> (2022) von Retro Games \u2013 eine offizielle Mini-Nachbildung mit vorinstallierten Spielen und ordentlicher Emulation. F\u00fcr die Wohnzimmer-Couch ein netter Kompromiss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mein Exemplar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werfen wir noch einen Blick auf das konkrete Ger\u00e4t, das hier bei mir im Regal steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das silberne Typenschild auf der Unterseite verr\u00e4t: <strong>Modell A500, Seriennummer 192385, Made in China<\/strong>, funkentst\u00f6rt nach DBP-Vfg. 1046\/84 \u2013 also offiziell f\u00fcr den deutschen Markt zugelassen, kein Grauimport. Daneben klebt ein weiterer Aufkleber mit der Bezeichnung <strong>A500 FG<\/strong> (Federal Germany, deutsche Marktvariante mit QWERTZ-Tastatur) und einem 22-stelligen Barcode.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Seriennummer-1024x768.webp\" alt=\"Amiga 500 - Seriennummer\" class=\"wp-image-41910\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Seriennummer-1024x768.webp 1024w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Seriennummer-300x225.webp 300w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Seriennummer-16x12.webp 16w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Seriennummer.webp 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; Seriennummer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Barcode l\u00e4sst sich nach demselben Schema entschl\u00fcsseln wie der auf dem A1200:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><code>AAA \u00b7 BB \u00b7 CC \u00b7 DDDDDD \u00b7 EE \u00b7 FF \u00b7 GGGGG<\/code><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Code lautet <code>0120592312587032217770<\/code>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>012<\/strong> \u2013 Produktionsstandort China<\/li>\n\n\n\n<li><strong>05<\/strong> \u2013 Produktionswoche 5<\/li>\n\n\n\n<li><strong>92<\/strong> \u2013 Produktionsjahr 1992<\/li>\n\n\n\n<li><strong>312587<\/strong> \u2013 Produktnummer<\/li>\n\n\n\n<li><strong>17770<\/strong> \u2013 interne Ger\u00e4te-Seriennummer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein A500 lief also in der <strong>f\u00fcnften Kalenderwoche 1992<\/strong> vom Band \u2013 Ende Januar \/ Anfang Februar, kurz bevor die A500-Produktion endg\u00fcltig zugunsten des A500+ eingestellt wurde. Ein echter Sp\u00e4tz\u00fcnder also, dazu eines der eher seltenen in China gefertigten Exemplare. Die meisten europ\u00e4ischen A500 kamen ja aus Braunschweig oder Hongkong.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auf der Platine<\/strong> best\u00e4tigt sich die These vom &#8220;Sp\u00e4t-A500&#8221;: Das Mainboard tr\u00e4gt den Aufdruck <strong>312512<\/strong> und vor allem <strong>\u201e512K\/1M RAM&#8221;<\/strong> \u2013 das ist eindeutig ein <strong>Rev-8-Board<\/strong>, also baugleich mit dem A500+. Nur eben mit Kickstart 1.3 und 512 KB Chip-RAM ausgeliefert statt mit 2.04 und 1 MB. Im Sockel sitzt ein Fat Agnus in der ECS-Variante, das Diskettenlaufwerk ist ein Epson SMD-300 mit Datumssticker 12\/91.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Platine-1024x768.webp\" alt=\"Amiga 500 - Platine\" class=\"wp-image-41911\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Platine-1024x768.webp 1024w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Platine-300x225.webp 300w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Platine-16x12.webp 16w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Platine.webp 1499w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; Platine<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Trapdoor-Slot<\/strong> steckt eine 512-KB-Speichererweiterung \u2013 keine originale Commodore A501 (die h\u00e4tte eine Echtzeituhr samt Batterie), sondern eine deutsche No-Name-Karte. Erkennbar am deutschen Silkscreen-Aufdruck &#8220;BAUTEILESEITE&#8221; auf der Vorderseite und &#8220;L\u00d6TSEITE&#8221; auf der R\u00fcckseite. Vier Samsung KM44C256BJ-7 SMD-Chips (Korea, Woche 35\/1991) liefern die 512 KB; auf der Platine ist Platz f\u00fcr weitere vier Chips, die das Ganze auf 2 MB hochr\u00fcsten w\u00fcrden. An der Karte hing urspr\u00fcnglich ein externer Kippschalter, mit dem sich die Zusatz-RAM bei Inkompatibilit\u00e4ten mit alten Spielen deaktivieren lie\u00df. Der Schalter ist mittlerweile abgebrochen \u2013 ein Reparaturprojekt f\u00fcr sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Speichererweiterung-1024x768.webp\" alt=\"Amiga 500 - Speichererweiterung\" class=\"wp-image-41912\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Speichererweiterung-1024x768.webp 1024w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Speichererweiterung-300x225.webp 300w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Speichererweiterung-16x12.webp 16w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Amiga-500-Speichererweiterung.webp 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Amiga 500 &#8211; Speichererweiterung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgewertet habe ich das Ger\u00e4t mit zwei Erweiterungen: einer Indivision ECS von Individual Computers im Denise-Sockel f\u00fcr sauberen VGA-Ausgang an modernen Monitoren, und der ACA-500 desselben Herstellers am seitlichen Erweiterungs-Slot. Die ACA-500 bringt einen 14-MHz-68EC000, 2 MB Fast-RAM und zwei CompactFlash-Slots als Festplattenersatz mit \u2013 endlich Schluss mit dem Diskettengeschrei. Mehr dazu in meinem <a href=\"https:\/\/www.jungsi.de\/en\/retro-commodore-amiga-aca-500\/\">ACA-500-Artikel<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammengefasst also: Ein sp\u00e4ter deutscher A500 aus chinesischer Fertigung, auf A500+-Mainboard, mit deutscher Trapdoor-Erweiterung und moderner VGA-L\u00f6sung. Technisch fast schon ein verkappter A500+, nur eben mit der charmanten Kickstart-1.3-Patina, die der Kompatibilit\u00e4t mit \u00e4lteren Spielen gut tut.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher habe ich meine Freunde um diese coole Kiste immer beneidet. Heute, mit dem Ding im Regal, sehe ich es differenzierter \u2013 als ein bemerkenswertes St\u00fcck Technik, das seiner Zeit in vielen Punkten weit voraus war. Aber jetzt mal ehrlich: der ST sieht halt sch\u00f6ner aus. \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Amiga 500 von Commodore war praktisch der \u201eNachfolger&#8221; des Commodore C64. 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