{"id":19264,"date":"2018-04-24T18:00:01","date_gmt":"2018-04-24T17:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jungsi.de\/?p=19264"},"modified":"2026-08-27T21:56:14","modified_gmt":"2026-08-27T19:56:14","slug":"commodore-16-commodore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jungsi.de\/en\/commodore-16-commodore\/","title":{"rendered":"Commodore 16 [Commodore]"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_19518\" aria-describedby=\"caption-attachment-19518\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19518\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-300x225.jpg\" alt=\"Commodore 16\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19518\" class=\"wp-caption-text\">Commodore 16<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Der <em>Commodore 16<\/em> wurde 1984 ver\u00f6ffentlicht und war in Deutschland f\u00fcr kurze Zeit relativ bekannt. Er wurde urspr\u00fcnglich f\u00fcr das untere Preissegment &#8211; unter 100$ &#8211; entwickelt und sollte in Konkurrenz zu den Rechnern von <em>Timex, Mattel<\/em> and <em>Texas Instruments<\/em> stehen. Diese Rechnung ging aber nicht auf, da sich alle Konkurrenten vor der Ver\u00f6ffentlichung des C16 aus diesem Markt zur\u00fcckzogen.<br \/>\nZu diesem Zeitpunkt wurde sogar der <em>Commodore 64<\/em> mit seinen 64kB Speicher eher schon als Rechner f\u00fcr Einsteiger betrachtet. Zu der g\u00fcnstigeren Rechnerfamilie von Commodore z\u00e4hlen drei Rechner:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>1. Commodore 116<\/strong><br \/>\nAls erster Rechner der Reihe, nur in Europa erschienen mit kleinem Geh\u00e4use und Gummitastatur (\u00e4hnlich dem <em>ZX Spectrum<\/em>)<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>2. Commodore 16<\/strong><br \/>\nDieser Rechner \u00e4hnelt dem VC20 und dem C64, hat aber ein dunkelgraues Geh\u00e4use und hellgraue Tasten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3. Commodore Plus\/4<\/strong><br \/>\n\u00c4hnliches Geh\u00e4use wie der <em>C116,<\/em> aber 67 Tasten, 64 KB Speicher, einen Modemanschluss und eingebaute B\u00fcro-Software&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Technisch war der Commodore 16 zwischen dem <em>VC20<\/em> und dem <em>C64<\/em> angesiedelt. 16kB Speicher &#8211; davon standen 12kB f\u00fcr BASIC zur Verf\u00fcgung. Dazu gab es einen neuen Sound- und Video-Chipsatz der eine Palette von 121 Farben anbot. Das BASIC 3.5 war leistungsf\u00e4higer als das des <em>C64<\/em>, da es Befehle f\u00fcr Sound und Bitmap-Grafiken bot.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die CPU arbeitet dabei nicht mit einer festen Taktfrequenz: Der TED-Chip schaltet je nach Buszugriff zwischen 0,885 MHz und 1,76 MHz um, woraus sich effektiv eine Taktrate von rund 1,1 MHz ergibt. Der TED war werkseitig ohne K\u00fchlk\u00f6rper verbaut und neigte bei l\u00e4ngerem Betrieb mit hoher Taktfrequenz zum Durchbrennen &#8211; ebenso wie die CPU, wenn Joystick-, Datasetten- oder Seriellkabel im laufenden Betrieb gesteckt oder gezogen wurden. Heutige C16-Besitzer r\u00fcsten daher gerne einen K\u00fchlk\u00f6rper nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus praktischer Sicht fehlten dem <em>C16<\/em> ein Modemanschluss und zum <em>VC20\/C64<\/em> kompatible&nbsp;Datasetten- und Joystick-Anschl\u00fcsse. Es wurden daher die <em>Datasette 1531<\/em> und spezielle Joysticks ben\u00f6tigt. Bald gab es aber Adapter von Drittherstellern.&nbsp;Zum Gl\u00fcck \u00e4nderte sich nichts am seriellen Port, so dass die Disketten-Laufwerke des <em>C64<\/em> auch am <em>C16<\/em> verwendet werden konnten. Obwohl er weniger als der <em>Plus\/4<\/em> kostete, war die Tastatur des &#8222;kleinen&#8220; Commodore hochwertiger und man konnte besser damit schreiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19518-2\" aria-describedby=\"caption-attachment-19518-2\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19518 alignleft\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16.jpg\" alt=\"Commodore 16\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16.jpg 1024w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19518-2\" class=\"wp-caption-text\">Commodore 16<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Software der Rechner war untereinander kompatibel, au\u00dfer es wurden mehr als 16kB Speicher ben\u00f6tigt oder es war der fehlende User Port des <em>Plus\/4 <\/em>betroffen<em>.<\/em> Allerdings konnte der Speicher von 16 auf 64kB aufger\u00fcstet werden. Zum <em>C64<\/em> besteht dagegen keine Software-Kompatibilit\u00e4t: Die CPU MOS 7501\/8501 ist zwar befehlssatzkompatibel zum 6502\/6510 des C64, doch die grundlegend andere Architektur der 264er-Serie verhindert einen direkten Programmaustausch.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den USA war der <em>Commodore 16<\/em> ein Flop und wurde nach einem Jahr nicht weiter fortgesetzt. In Europa verkaufte er sich ganz ordentlich, daher kam auch sehr viel Software von dort. Insgesamt gingen von den drei Modellen \u00fcber 2 Millionen Ger\u00e4te \u00fcber die Ladentheken (ca. 830.000 Plus\/4, der Rest C16\/C116 &#8211; davon ca. 286.500 in Deutschland). In Osteuropa, vor allem in Ungarn, fand insbesondere der Plus\/4 \u00fcber den regul\u00e4ren Handel hinaus gro\u00dfen Absatz, unter anderem f\u00fcr die Ausstattung staatlicher Bildungseinrichtungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Deutschland war der C16 der erste &#8222;Aldi-Rechner&#8220; &#8211; 1986 wurde er dort als Komplettset, zusammen mit Datasette und BASIC-Lernprogramm f\u00fcr 149 DM verkauft. Die angebotene Menge war innerhalb weniger Tage ausverkauft und einige zus\u00e4tzliche Exemplare wurden aus Ersatzteilen&nbsp;nachproduziert. Hochwertige Spiele f\u00fcr das System kamen danach auch aus Deutschland, allen voran <em>Kingsoft<\/em> mit <em>Winter Olympiade<\/em> von <em>Udo Gertz<\/em>. Bis 1992 erschienen ca. 400 Spiele und 100 Anwendungsprogramme.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Ger\u00e4t, das ich erstanden habe, ist in einem guten \u00e4u\u00dferlichen Zustand und funktioniert tadellos. Lediglich das Netzteil war defekt &#8211; ist aber anscheinend auch einer der Schwachpunkte des Ger\u00e4ts. Hier die Daten f\u00fcr ein Ersatznetzteil:<br \/>\n9 Volt &#8211; 1 Ampere &#8211; Pluspol au\u00dfen! Ein normales Universalnetzteil von Ebay reicht vollkommen aus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19519\" aria-describedby=\"caption-attachment-19519\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19519\" src=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-rechte-Seite-300x225.jpg\" alt=\"Commodore 16 - rechte Seite\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-rechte-Seite-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.jungsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Commodore-16-rechte-Seite.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19519\" class=\"wp-caption-text\">Commodore 16 &#8211; Joystick-Anschl\u00fcsse<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Technical data<\/strong><br \/>\n<em>Erscheinungsjahr:<\/em> 1984<br \/>\n<em>CPU:<\/em> MOS 7501\/8501<br \/>\n<em>Taktfrequenz:<\/em> 0,885 \/ 1,76 MHz (effektiv ca. 1,1 MHz)<br \/>\n<em>RAM:<\/em> 16 KByte (ca. 12 KByte unter Basic verf\u00fcgbar)<br \/>\n<em>ROM:<\/em> 32 KByte mit Basic V3.5<br \/>\n<em>Operating System:<\/em> eigenes (nur kompatibel zu C116 und Plus\/4)<br \/>\n<em>Grafikchip:<\/em> TED 8360<br \/>\n<em>Textmodus:<\/em> 40 x 25<br \/>\n<em>Grafikmodi:<\/em> 320 x 200 (monochrom), 160 x 200 (4 Farben)<br \/>\n<em>Colors:<\/em> 15 Farben in 8 Abstufungen + Schwarz (= 121 Farbt\u00f6ne)<br \/>\n<em>Soundchip:<\/em> TED 8360<br \/>\n<em>Sound:<\/em> 2 Stimmen, mono<br \/>\n<em>Tastatur:<\/em> Schreibmaschine, QWERTY, 66 Tasten<br \/>\n<em>Laufwerk:<\/em> keins intern, als externe Laufwerke sind aber die Modelle 1541, 1570, 1571 und 1581 an den seriellen Bus anschlie\u00dfbar, zus\u00e4tzlich gibt es noch die Floppy 1551 mit Interface f\u00fcr den Modulport<br \/>\n<em>I\/O:<\/em> 1 x IEC (seriell), 1 x Modulport, 1 x Audio\/Video, 1 x HF (Antenne), 1 x Datasette, 2 x Joystick<\/p>\n<p><strong>Top Spiele<\/strong><br \/>\nTom Thumb<br \/>\nTutti Frutti<br \/>\nBongo<br \/>\nBandits At Zero<br \/>\nHarvey Headbanger<br \/>\nAuf Wiedersehen Monty<br \/>\nKik-Start<br \/>\nTrailblazer<br \/>\nWinter Olympiade<br \/>\nVoidrunner<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Commodore 16 wurde 1984 ver\u00f6ffentlicht und war in Deutschland f\u00fcr kurze Zeit relativ bekannt. 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