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Videopac G7400 [Philips]

Videopac G7400

Videopac G7400

Das Philips Videopac+ G7400 ist nun auch in die Sammlung eingezogen. Der Nachfolger des G7000 wurde 1983 in Europa in beschränkten Stückzahlen auf den Markt gebracht. In England und den USA wurde das Gerät nicht veröffentlicht, auch wenn es für Amerika als Odyssey³ Command Center geplant war. Mit der Veröffentlichung war auch geplant 50 weitere Spiele auf den Markt zu bringen – die Pläne wurden aber durch den Crash des Videospielmarktes im Jahr 1983 vereitelte.

Die Konsole kann drei Arten von Spielen verwenden: normale G7000 Spiele, spezielle G7000 Spiele mit zusätzlichen „hochauflösenden“ Hintergründen die nur auf dem G7400 zu sehen sind und spezielle G7400 Spiele mit „hochauflösenden“ Sprites und Hintergründen.

Gegenüber dem Vorgänger wurde die Tastatur etwas verändert, ein Ein-/Ausschalter kam hinzu und die Joysticks können abgesteckt werden.

Technik
CPU: Intel 8048, 5.91 MHz
RAM: 6 KB + 192 Byte
ROM: 1 KB
Anzeige: 320×238×16
Audio: 1 Kanal, 8 sounds
Eingabe/Ausgabe: RF Modulator, Péritel/SCART Anschluss (mit RGB), Joystick Anschlüsse, ROM Cartridge Port

Videopac G7400 Schriftzug

Videopac G7400 Schriftzug

Das erste Videopac Spiel, das Vorteile aus den erweiterten Fähigkeiten des 7400 zieht war Terrawhawks – Videopac 51 – alle weiteren Cartridges von diesem Punkt an waren auf dem Videopac Plus erweitert. Alle Spiele waren auch zum G7000 kompatibel, auf Grund des geringen Speicherplatzes auf den Cartridges war nicht mehr möglich als farbenfrohe Hintergründe als Erweiterung anzubieten.
Es gibt drei Ausnahmen: Helicopter Rescue (#59), Trans American Rally (#60) und Horseman (#56) – alle drei sehr gesuchte Cartridges und daher auch die teuersten. Die ersten beiden verließen dabei die zweidimensionale Welt des G7000 und waren unter den ersten hochauflösenden dreidimensionalen Spielfeldern die für Spielkonsolen verfügbar waren.
Eine weitere Spezialität ist das C7420, das Computer-Modul, das nur mit dem G7400 kompatibel ist.

Später wurde noch das ROM von Flashpoint entdeckt. Flashpoint wurde als Spiel zu Veröffentlichung der amerikanischen Version des G7400 – das Odyssey³ – geplant. Dieter König hat das Spiel als Videopac #63 zur Verfügung gestellt, zusammen mit einem Joystick-Halter aus Holz, da das Spiel von einem Spieler mit zwei Joysticks gleichzeitig gespielt werden sollte.

Die absolute Schwachstelle des G7400 ist der Ein-/Ausschalter. Dieser dürfte bei 95% der Konsolen defekt sein 🙂
Hier eine Anleitung zur Reparatur:
http://videopac.nl/forum/index.php?topic=1712.0

In der Anleitung des G7400 steht, das die Cartridges 5, 30 und 31 nicht mit dieser Konsole funktionieren. Leider habe ich dazu keine Erklärung gefunden.

Videopac G7400 Joystick-Anschluss

Videopac G7400 Joystick-Anschluss

Spezielle Module/Zubehör
– C7441: darauf sind #59 Helicopter Rescue und #60 Trans American Rally zu finden.
Die Spiele haben jeweils 16 KB ROM und waren deshalb zu groß um sie auf eine Multicart zu quetschen.

– C7051 Multicart: für alle 2K, 4k und 8k Spiele

– C7060 Multicart: zusätzlich auch 16K Spiele also auch VP59 und VP60

– Dragon/CoCo Multicart mit Videooac Adapter: evt. können damit auch #59 und #60 verwendet werden, da damit zwei benachbarte 8K Bänke zu 16K zusammengefasst werden können

– Es gibt Adapter zum Anschluss von Atari kompatiblen Joysticks – unter anderem bei 0711Spiele.de

Fazit
Durch den Zusammenbruch des Videospielmarktes wurde dies Konsole leider nicht mehr sonderlich bekannt. Für Videopac-Sammler ist sie aber trotz des bescheidenen Ein-/Ausschalters die bessere Wahl gegenüber dem G7000, da sie doch die komplette Palette an Spielen wiedergeben kann. Besonders bei den Homebrews sind doch in letzter Zeit einige Spiele erschienen die die Fähigkeiten zum Teil unterstützen.

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