Category: Enterprise

EXDOS Card Clone [Enterprise]

EXDOS Interface

EXDOS Interface

Die Bezeichnung EXDOS Card ist eigentlich nicht ganz richtig – richtiger wäre „Enterprise Disk Interface“. Da aber das Disketten-Betriebssystem für die Enterprise Rechner EXDOS (Enterprise eXpandable Disk Operating System) heisst, wird auch die Erweiterung kurz „EXDOS Card“ genannt. Die umfangreiche Bedienungsanleitung des Originals ist aus dem Jahr 1985 datiert.

Leider ist diese Erweiterung ebenso rar wie der Enterprise Monitor oder die Maus (ganz abgesehen mal vom Sinclair Emulator) aber im Gegensatz dazu auch tatsächlich von Nutzen. Alles andere ist nicht so wichtig oder kann leicht ersetzt werden. Noch dazu ist es mit der EXDOS Card alleine nicht getan – für die Verwendung der originalen Karte wird auch noch die „System Bus Bridge“ benötigt. Dies ist ein Modul das benötigt wurde um den Rechner mit Erweiterungen zu verbinden. Dabei hat es auch die Erweiterungen mit der nötigen Spannungen über den Enterprise versorgt.

Es gab immer wieder Nachbauten der EXDOS Card – vor allem in Ungarn. Bei diesen war das Verbindungsmodul meist schon integriert. Ende 2014 begann in einem spanischen Forum die Diskussion um einen weiteren Nachbau, der aber mit mehr Möglichkeiten bieten sollte (z.B. Speichererweiterung). Im April 2015 hat der bekannte polnische Enterprise Bastler „Pear“ plötzlich seinen eigenen EXDOS Card Clon vorgestellt (ohne zusätzliche Erweiterungen). Er wusste nichts vom spanischen Projekt 😉 Im Juli 2016 hatte er dann noch zwei Karten „übrig“, da musste ich zuschlagen.
Inzwischen arbeitet Pear an einer eigenen Version der EXDOS Card mit EXDOS Controller, 1MB RAM, 512KB Flash und einem eingebauten Disketten Emulator mit Anzeige (basierend auf den GOTEK-Laufwerken).


EnterMice [Enterprise]

EnterMice

EnterMice

Wunderbar – des erste Interface für den Enterprise seid dem SD-Card Reader. Bei dem EnterMice Interface konnte man die Entwicklung im Enterprise-Forever Forum mitverfolgen. Das kleine Päckchen kam in diesem Fall aus Polen.

Dieses Interface wurde von einem polnischen Entwickler mit Namen „Pear“ entwickelt. Das Hauptziel war, die Verwendung von PS/2 Mäusen am Enterprise zu ermöglichen. Zusätzlich erlaubt es den Anschluss von zwei Atari kompatiblen Joysticks ohne zusätzliche Adapter.

EnterMice basiert auf Lösungen die im BoxSoft-Mausinterface verwendet wurden, das auch die Neos-Maus (MSX Protokoll) unterstützt. Daher ist einer der Modi des Interfaces voll kompatibel mit BoxSoft, während ein anderer Modus die Mausbewegung in Joystick Pulsationen umwandelt.


Enterprise Memory Upgrade [Retro: Enterprise]

Enterprise 128 - RAM Expansion 1M

Enterprise 128 – RAM Expansion 1MB

Wie ich in dem Artikel zu meinem Enterprise 128 schon geschrieben hatte, ist dieser Rechner in der Lage bis zu 4 MByte zu adressieren. Um das ein wenig auszureizen, bietet seid einiger Zeit ein findiger Bastler aus England eine 1 MByte Speichererweiterung an. Der Preis liegt bei 24 Pfund inkl. Versand nach Deutschland.

Die Platine des Enterprise 64 und 128 sind eigentlich gleich – allerdings waren die Entwickler 1985 schon so „fortschrittlich“ das sie an die Zukunft dachten und die Erweiterung des Speichers relativ einfach gestalteten. So wurde aus dem Enterprise 64 ein Enterprise 128. Auf der rechten Seite der Platine befinden sich einige Lötpunkte. Bei EXP1 wird eine Leiste eingelötet, in die die Speichererweiterung einfach eingesteckt wird. Die Zusatzplatine mit dem Speicher wird dann mit ein paar Kabeln mit EXP2 verbunden. Fertig war der „größere“ Rechner.


SD Card Interface [Retro: Enterprise]

SD Card Interface

Enterprise – SD Card Interface – Oberseite

Nach der Vorstellung des „Exoten“ in meiner Sammlung – dem Enterprise 128 – folgt nun der erste Bericht über eine Hardwareerweiterung aus Ungarn – das SD Card Interface. Eigentlich sollte ich erst im Februar ein Gerät erhalten, da das Interface ausverkauft war, hatte aber doch noch Glück eins vor Weihnachten zu erhalten.

Der Preis liegt bei 70 € (inkl. Versandkosten) – in der Lieferung ist lediglich das Interface enthalten!

Ich habe eine Anleitung gefunden, die ich übersetzt und etwas angepasst habe – hier die Original-Quelle: SD Adapter Quick Start Guide

Hier die Eckdaten des „Enterprise 128 Cartridge Port SD Adapter“

– das Herz dieser Hardware ist ein CPLD Chip von XILINX
– ersetzt die Standard IS-BASIC ROM Cartridge und hat ZozoSoft’s Schnelltest, BASIC 2.1, EXDOS 1.4, WP 2.6 und die SDEXT 0.1 Firmware im Flash Speicher
– der Flash Speicher kann jederzeit geändert werden. Dazu benötigt man die entsprechende Software und der Jumper auf der Platine muss dazu geschlossen werden
– das SD-Card Interface hat zwei SD-Karten Slots für microSD- und SD-Karten. Diese können voneinander unabhängig verwendet werden oder auch gleichzeitig.
– Cache Speicher ist auch auf dem Interface enthalten
– wie auch bei der EP128 IDE Karte ist die Firmware des SD-Card Adapters kompatibel mit FAT12. Dadurch ist man zur Zeit auf Partitionen mit 32MB beschränkt.. Die primäre Partition ist F: – F: bis Z: können verwendet werden.
– EXDOS mit FAT16 Unterstützung wird gerade entwickelt und es sollte dann ein einfaches und schnelles Upgrade möglich sein um dieses Format verwenden zu können


Enterprise 128 [Retro: Enterprise]

Enterprise 128

Enterprise 128

Ich habe doch nochmal zugeschlagen und meiner Sammlung nun auch einen Enterprise 128 hinzugefügt. Da von diesem Rechner wohl nur 80.000 Geräte produziert wurden, dürfte das tatsächlich ein Sammlerstück sein. Mein Gerät kommt aus Ungarn – über den Preis schweige ich – es war eine gute und faire Verhandlung voraus gegangen. 🙂
Nach bereits einer Woche hatte ich das Gerät in Händen. Es war in der Original-Schachtel – auch die Styroporeinlagen waren dabei. Daneben war das Netzteil, Antennenkabel, Kabel für den Anschluss eines Kassettenrekorders und ein Original Enterprise Kassettenrekorder vorhanden. Das Handbuch ist in ungarisch 🙂

Geschichte
Der Englische Heimcomputermarkt wurde 1982 mit der Einführung des Sinclair ZX Spectrum eröffnet. Die Handelsfirma Locumals mit Sitz in Hong Kong beauftragte Intelligent Software in England (geleitet von dem internationalen Schach-Spieler David Lavy) mit der Entwicklung eines Heimcomputers in England. Während der Entwicklung hatte er den Codenamen DPC (Damp Proof Course) um die potentiellen Mitbewerber zu verwirren. Die Maschine war auch unter den Namen Samurai, Oscar, Elan und Flan bekannt bevor der Name „Enterprise“ endgültig ausgewählt wurde.

Entersoft – nach dem Vorbild von Amstrads AMSOFT, wurde gegründet um einen stete Versorgung mit Software zu gewährleisten. Der Enterprise wurde bei der Presse im September 1983 angekündigt und bis zum geplanten Verkaufsstart im April 1984 wurden 80.000 Stück vorbestellt. Leider konnte das Produkt bis 1985 nicht versendet werden – zu einem Zeitpunkt an dem der Englische Heimcomputer Markt bereits vom ZX Spectrum, Commodore 64, Amstrad CPC und Acorn BBC Micro beherrscht wurde. Eine Nachfolge Maschine, der PW360 wurde 1986 entwickelt um gegen den Amstrad PCW 8256 anzutreten, aber zu diesem Zeitpunkt war die Firma schon in verschiedenen finanziellen Schwierigkeiten, und wurde geschlossen.


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